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Neue Statistik zur Nachwuchsfördeurng : Zu wenig Krippenplätze in Schenefeld

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

45 Kleinkinder stehen auf der Warteliste.

shz.de von
erstellt am 19.Okt.2017 | 16:00 Uhr

Schenefeld | Dieses Problem teilt die Stadt Schenefeld mit vielen anderen Gemeinden: Es gibt zu wenig Krippenplätze. Das geht aus dem aktuellen Berichtskatalog der Verwaltung über die Situation an den Kindertagesstätten hervor. Im Elementarbereich sieht es hingegen besser aus. Hier gibt es sogar mehr Plätze als Kinder, so dass eine Überdeckung besteht.

Laut Katrin Steinbügl, Fachdienstleiterin für Öffentliche Sicherheit und Soziales, stehen aktuell 45 Kinder zwischen ein und drei Jahren, die somit einen Rechtsanspruch auf einen Platz haben, auf der Warteliste für einen Platz. Insgesamt hätten 320 Kinder diesen Rechtsanspruch. 100 Kinder werden in Krippen betreut, 51 durch die Tagespflege. Die Bedarfsdeckung liegt damit bei 46 Prozent. Je nachdem wie stark die Eltern beruflich eingebunden sind, das heißt wieviele Stunden sie arbeiten, werden die Betreuungsstunden vergeben. Das sind vier, sechs, sieben oder acht Stunden am Tag. „Wir gehen davon aus, dass es künftig mehr Nachfrage nach Krippenplätzen gibt“, sagt Steinbügl.

Besser sieht es aktuell bei der Bedarfsdeckung der Elementarkinder ab drei Jahren aus: 445 Mädchen und Jungen stehen 510 Plätze zur Verfügung. Damit ergibt sich ein Versorgungsgrad von etwa 114 Prozent. Zusätzlich stehen im Elementarbereich 32 Integrationsplätze zur Verfügung, die laut Verwaltung jedoch nur teilweise von Schenefelder Kindern belegt sind.

Zur Schaffung weiterer Krippenplätze befindet sich ein Anbau an das bestehende Gebäude der Awo-Kindertagesstätte mit zwei zusätzlichen Krippengruppen in der Bauphase. 20 weitere Kleinkinder können dann betreut werden. Mit der Fertigstellung rechnet die Verwaltung zum Jahresanfang 2018.

Zudem ist die Aufstockung des Hortgebäudes auf dem Gelände der Grundschule Altgemeinde erfolgt. In diesem Gebäude sind seit April eine Hort- und eine zusätzliche Ganztagselementargruppe unter der Trägerschaft der Stephanskirche untergebracht. Die Lebenshilfe Schenefeld habe zudem eine Umstrukturierung der Montessori-Kinderhäuser vorgenommen. Hierdurch sei die Krippengruppe Borgfelde übergangsweise in das Gebäude Kehrwieder 5 umgezogen. Der Standort Kreuzweg werde ebenfalls aufgelöst. Die dortige Integrationsgruppe wird laut Verwaltung demnächst in das Obergeschoss des Kinderhauses Kehrwieder umziehen. Die Hortgruppe der Kindertagesstätte der Paulskirche musste aus Gründen der Personalknappheit wie berichtet Mitte des Jahres geschlossen werden.

Die Politik ist sensibilisiert, dass es für die Jüngsten zu wenig Betreuungsoptionen gibt. „Krippenplätze werden nach wie vor gebraucht“, sagt Monika Stehr (SPD, Foto), Sozialausschussvorsitzende im Gespräch mit unserer Zeitung. „Das wissen wir. Wir sind aber derzeit in einem Umbruch.“ Gemeint ist die Neuordnung der nachschulischen Betreuung. Die Ganztagsbetreuung soll an den beiden Grundschulen im Sommer 2018 starten. Derzeit werden die Grundschüler am Nachmittag in Hortgruppen an den Kindertagesstätten der Paulskirche, der Lebenshilfe, der Rasselbande und dem Fruchtkorb versorgt.

188 Plätze sind das nach Angaben der Verwaltung. Stehr geht davon aus, dass im Sommer 2018 viele Sprösslinge für die Betreuung am Nachmittag vom Hort an die Grundschule wechseln. „Wir wollen das abwarten. Denn dadurch werden sicherlich viele Räume in den Kitas frei, so dass diese dann umgebaut werden könnten“, erläutert die Ausschussvorsitzende. Ganz aufgelöst werden die Hortgruppen aber wohl nicht, glaubt Stehr. „Es gibt einige Eltern, die eine konstante Betreuung der Kinder wollen und nicht wechseln.“ Ein Neubau- für weitere Krippenplätze sei deshalb derzeit nicht im Gespräch.

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