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Schenefelder Tageblatt

20. August 2017 | 10:19 Uhr

Schenefeld : XFEL will mit Schulen kooperieren

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Ernst Dieter Rossmann hat sich im Rathaus in Schenefeld über anstehende Großprojekte informiert.

Schenefeld | „Wir haben natürlich viele Themen, die uns in Schenefeld beschäftigen: die Stadtkernentwicklung, die Schulsanierung und XFEL. Langweilig wird es in Schenefeld nicht“, sagte Schenefelds Bürgermeisterin Christiane Küchenhof (SPD) gestern im Gespräch mit dem SPD-Bundestagsabgeordneten Ernst Dieter Rossmann aus Elmshorn, dem SPD-Landtagsabgeordneten Kai Vogel sowie Gerhard Manthei, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Schenefeld.

„Ein großes Thema ist, was rund um das Forschungszentrum XFEL passiert. Das kann man nicht groß genug machen“, bilanzierte Rossmann. Er sei sich sicher, dass die Forschungseinrichtung den Kreis Pinneberg europa- und weltweit bekannt machen werde. „Es ist beeindruckend, was die sozialdemokratische Musterstadt Schenefeld hier erreicht hat“, sagte der Bundestagsabgeordnete. Für die Zukunft wünsche er sich die Ansiedlung von Start-Up-Unternehmen rund um das Forschungszentrum. „Ich werbe zudem dafür, wie wichtig eine Schulpartnerschaft mit XFEL ist. Das gibt es auch bei anderen Großforschungseinrichtungen“, sagte Rossmann.

Küchenhof bestätigte, entsprechende Gespräche bereits mit Professor Robert Feidenhans’l, Vorsitzender der Geschäftsführung bei XFEL, geführt zu haben. „Bei Desy hat es auch jahrelang gedauert, bis es mit der Einbindung von Schulen geklappt hat“, sagte Vogel und warb für das geplante Besucherzentrum. Zudem seien der Schleswig-Holsteinische Ministerpräsident Torsten Albig und Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz in Gesprächen für eine Zusammenarbeit zwischen Desy und XFEL hinsichtlich der Schuleinbindung. „Wir brauchen so etwas in Hinblick auf die Mint-Bildung in den Fächern Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften“, befand Rossmann.

Lob für das digitale Medienkonzept der Stadt

Lob gab es von Rossmann für das digitale Medienkonzept der Stadt. „Sie haben sich früh auf den Weg gemacht.“ Vogel lobte die Sanierung und Renovierung von 87 Klassenräumen sowie den Ausbau aller Grundschulen zu offenen Ganztagsschulen. „Damit ist Schenefeld landesweit führend, wenn alle Schulen ausgebaut sind.“

Und auch beim Verkehr bewegt sich etwas. „Wir haben es mit vereinten Kräften geschafft, in die Machbarkeitsstudie für den Ausbau der U5 aufgenommen zu werden“, sagte Küchenhof. „Es gab eine gewisse Zurückhaltung von Hamburger Seite, da man nicht bereit war, die Machbarkeitsstudie für Schleswig-Holstein zu finanzieren“, sagte Vogel, der vermittelt hatte. „Wir hoffen, dass die Zahlen so sind, dass die Anbindung Schenefelds gelingt.“

Küchenhof warb für mehr Alphabetisierungsangebote für Flüchtlinge

Küchenhof gab dem Landes- und dem Bundespolitiker zwei Wünsche mit auf dem Weg: Mehr Alphabetisierungsangebote für Flüchtlinge sowie mehr bezahlbarer Wohnraum. „Es kann nicht in unserem Interesse sein, dass Menschen, die jahrelang hier leben, keine Chance haben, zu bleiben, weil die Mieten nicht mehr bezahlbar sind“, sagte Küchenhof. Rossmann kritisierte, dass es keine Möglichkeiten der Einflussnahme auf Bundesebene gebe sowie die Mietpreisbremse. „Wir wollen diese verschärfen, aber wenn sich die Schwarzen stur stellen und gegen die Mieter, müssen diese bei der Wahl entscheiden, ob sie das weiterhin wollen“, sagte Rossmann im Wahlkampfmodus.

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erstellt am 03.Feb.2017 | 12:00 Uhr

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