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Aufatmen in Schenefeld : XFEL bekommt das Gästehaus

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Die Politik segnet auch die Kantine für das Milliarden-Projekt ab.

Schenefeld | Aufatmen bei den XFEL-Verantwortlichen: Das so dringend benötigte Gästehaus samt Kantine wird nun doch gebaut. Das hat Schenefelds Politik beschlossen. Das viergeschossige Gebäude mit 50 Wohneinheiten wird direkt vor dem Haupteingang des XFEL-Geländes an der Holzkoppel errichtet – und zwar von dem Schenefelder Unternehmen Terrabaltic. Da der Bebauungsplan geändert werden muss, können die Bagger frühestens 2016 auf dem 2000 Quadratmeter großen Areal anrollen. Die Zeit drängt. Ab 2017 werden Wissenschaftler aus aller Welt in Schenefeld erwartet. Jetzt ist gewährleistet, dass man sie direkt vor Ort unterbringen und auch versorgen kann. „Wir freuen uns, das wir jetzt auf einem guten Weg sind“, sagte gestern XFEL-Sprecher Bernd Ebeling. Das Milliarden-Projekt European XFEL: Der Bau einer Kantine war 2011 aus Geldgründen gestrichen worden. Ein Gästehaus auf dem Gelände gar nicht vorgesehen.

Die CDU stimmte gegen das Projekt. Sie fürchtet einen nicht lösbaren Konflikt zwischen Wohnen und Gewerbe. Zudem würde die Stadt eine Gewerbefläche verlieren. Schenefelds Bürgermeisterin Christiane Küchenhof (SPD) hatte  sich für das  Gästehaus samt Kantine stark gemacht. „Was die Stadt vielleicht an Gewerbesteuer verliert, gewinnen wir als Kaufkraft zurück.“

Die Politik macht den Weg frei

Wohnen im Gewerbegebiet: Dass das XFEL-Gästehaus an der Holzkoppel zu Konflikten führen kann, räumt auch Schenefelds Bauamtschef Günther Leimert ein. „Es müssen Lösungen gefunden werden“, betonte Leimert.

Daran kann er bald arbeiten: SPD, Grüne und OfS haben am Donnerstagabend dafür  gesorgt, dass ein Gästehaus mit zirka 50 Wohneinheiten und eine Kantine für 350 Besucher an der Holzkoppel gebaut werden kann. „Der  Standort ist ideal“, sagte OfS-Mann Hartwig Hüllen. Auch die Grünen gaben ein klares Bekenntnis zu dem Projekt ab. „Ein Gästehaus ist zwingend notwendig. Wir sollten XFEL jetzt nicht mit Kinkerlitzchen stören“,  sagte Grünen-Fraktionschef Mathias Schmitz.

Noch vor 14 Tagen hing das Gästehaus in der politischen Warteschleife fest. Die XFEL-Verantwortlichen sollten prüfen, ob das Vorhaben nicht auch auf ihrem eigenen Gelände verwirklicht werden könnte. Doch ein Gästehaus war in den Planungen gar nicht vorgesehen.

Die CDU blieb bei ihrem Nein. Ratsherr Holm Becker sieht zu viel Konfliktpotenzial auf die Stadt zukommen. „Direkt neben dem geplanten Gästehaus ist das Busdepot.“ Leimert sieht in der Randlage des Gewerbegebiets eine „überschaubare Emissionssituation“.

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erstellt am 02.Mär.2015 | 16:00 Uhr

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