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Schenefelder Tageblatt

20. Oktober 2017 | 04:27 Uhr

Wie hoch darf das Gras wachsen?

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Debatte Politik soll über Flächen entscheiden / Interessen der Anlieger stehen gegen Bedeutung ökologischer Lebensräume

shz.de von
erstellt am 18.Feb.2017 | 16:29 Uhr

Wo sollen weitgehend unberührte Oko-Biotope entstehen? Wie intensiv fällt die Pflege aus? Wie hoch darf das Gras wachsen? Wie oft wird gemäht? Um diese Fragen zu beantworten, hat die Schenefelder Politik eine Leitlinie zur Grünpflege für die Verwaltung auf den Weg gebracht.

Wie dieses Konzept praktisch umzusetzen ist, darum ging es am Donnerstagabend im Ausschuss für Bauen und Feuerwehr. Denn die Mitglieder waren mit der Umsetzung betraut worden. Die Verwaltung hatte eine Karte vorgelegt, in der die Grünflächen Schenefelds je nach Pflegebedarf eingeteilt werden. Die Ausschussmitglieder wussten zunächst nicht so richtig, was sie damit anfangen sollten. Bauamtsschef Andreas Bothing brachte Licht ins Dunkel: „Die Leitlinie verstehe ich als Kompass für die Verwaltung, damit bei der Pflege auch darauf Rücksicht genommen wird, dass es um Lebensräume geht. Bei bestimmten Flächen sollen die Zügel locker gelassen werden. Die Diskussion hier soll darum gehen, welche Flächen als ökologischer Lebensraum gelten und welche nicht.“

Die Grünpflege hatte in der Vergangenheit immer wieder zu Streitigkeiten geführt. Nun sollen vor allem für die Bereiche, die als Naherholungsflächen und Erlebnisraum von den Schenefelder Bürgern genutzt werden, die gleichzeitig aber auch als wichtiger Natur- und Lebensraum für Pflanzen und Tiere gelten, feste Regeln gelten. Diese Flächen befinden sich vor allem entlang des Grünzugs an der Düpenau sowie im Bereich des Regenrückhaltebeckens in Friedrichshulde.


Wildkräuter ärgern Anwohner


Bis zum nächsten Ausschuss wollen die Parteien Vorschläge einbringen, welche Flächen wie zu regeln sind. Ein Streitpunkt könnte zum Beispiel der Randstreifen an der Friedrich-Ebert-Allee werden. Wenn dort seltener gemäht wird, würde der Natur mehr Raum gegeben werden. Gleichzeitig könnte es den Anwohnern nicht schmecken, wenn das Gras den Fußweg verschmälert oder Wildkräuter sich bis auf die Grundstücke ausweiten, führte Bauamtsmitarbeiter Helge Feber aus. Vorlage für die Vorschläge ist eine Karte der Verwaltung. Sie schlägt vor, einige Flächen seltener zu mähen. Parks sind davon bisher nicht betroffen.

Die Stadt hat den Vertrag mit der Fremdfirma, die sich um die Pflege der Grünflächen gekümmert hat, zum 30. Juni gekündigt.Die Stadt will nun neu ausschreiben.

Karte
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