Schenefeld : Wenn Wasser auf Holz trifft - neue Ausstellung in der „ateliergalerie“

Vorfreude: Gerd Uhlig (rechts) zeigt Arbeiten von Peter Hoffmann-Wick und Gundel Deckert.
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Vorfreude: Gerd Uhlig (rechts) zeigt Arbeiten von Peter Hoffmann-Wick und Gundel Deckert.

Gundel Deckert und Peter Hoffmann-Wick stellen ab 5. Februar in der „ateliergalerie“ im Schenefelder „Stadtzentrum“ aus.

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26. Januar 2015, 12:00 Uhr

Schenefeld | Die Verbindung zweier eigentlich vollkommen unterschiedlicher Elemente – mit diesem Gedanken hat sich Gerd Uhlig, der die „ateliergalerie“ im Schenefelder „Stadtzentrum“ eröffnet hat, für eine neue Ausstellung entschieden. Die Wasserfotografien der Künstlerin Gundel Deckert sowie die Holzskulpturen von Peter Hoffmann-Wick werden ab Donnerstag, 5. Februar, in der 100 Quadratmeter großen Galerie ausgestellt. Die Vernissage beginnt um 19 Uhr.

„Ich denke, das ist eine wirklich schöne Synergie der beiden Elemente Wasser und Holz“, sagte Uhlig. Auch die beiden Künstler sind bereits gespannt, wie ihre Werke in Schenefeld ankommen. 

Seit etwa sechs Jahren arbeitet Deckert mit Wasser. „Ich fahre seit Jahren nach Mallorca, und da habe ich die Faszination für das Element Wasser entdeckt“. Sie fotografiert die Oberfläche von unterschiedlichen Gewässern. Besonders die verschiedenen Untergründe sowie der Lichteinfluss und Bewuchs im Wasser sind für die Fotografin entscheidend. „Ich halte mit meinen Bildern einen Bruchteil von Sekunden fest. Ich kann damit die Zeit anhalten“, sagte die Hamburgerin. Demgegenüber hat sich Hoffmann-Wick dem Holz zugewandt. Seit 15 Jahren ist er freischaffender Bildhauer und arbeitete bereits mit ganz unterschiedlichen Materialien. „Angefangen habe ich mit Steinskulpturen. Derzeit habe ich Holz für mich entdeckt“, sagte Hoffmann-Wick.

Entstanden sind realistische bis abstrakte Skulpturen, die den Betrachtern genug Interpretationsspielraum bieten. „Man meint, dass man etwas in der Skulptur erkennt, aber auf dem zweiten Blick ist man plötzlich wieder verunsichert. Das ist meine Intention“, erklärte der Bildhauer aus Wentorf bei Hamburg. Gefertigt hat er die Skulpturen mit  Kettensägen und feinen Schnitzmessern. So entstanden vollkommen unterschiedliche Werke. Er sieht durchaus eine klare Verbindung der beiden Elemente. „Holz enthält ganz viel Wasser. Ich denke, dass sich die beiden Element ganz toll ergänzen werden“, so Hoffmann-Wick. Auch Deckert sieht einen Zusammenhang: „Wenn man sich die Wasseroberfläche genau ansieht, kann man die Maserung des Holzes erkennen.“ Die Werke können bis Sonnabend, 14. März, in der Galerie im „Stadtzentrum“ – erstes Obergeschoss – bestaunt werden.

Die „ateliergalerie“ hat donnerstags und freitags von 12 bis 18 Uhr geöffnet. Außerdem kann die Ausstellung sonnabends zwischen 12 und 16 Uhr besucht werden. „Falls jemand an keinem der Tage Zeit hat, kann man mit mir einen individuellen Termin ausmachen“, sagt  lnhaber Gerd Uhlig.
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