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Belastung in Schenefeld rückläufig : Weniger Giftstoffe auf der Deponie S3

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Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Die Belastung des Grundwassers durch Benzol und Chlorbenzole im Sicherungsbrunnen ist nur noch gering.

Schenefeld | Die Tendenz ist deutlich: Die Belastung der ehemaligen Schenefelder Mülldeponie S3 an der Blankeneser Chaussee geht weiter zurück. Das geht aus dem Bericht der Bodenschutzbehörde des Kreises Pinneberg hervor. Demnach ist die Belastung des Grundwassers durch Benzol und Chlorbenzole im Sicherungsbrunnen nur noch gering. An Benzol wurden aus dem Grundwasserleiter im vergangenen Jahr 3,2 Kilogramm entnommen. 2013 waren es noch neun Kilogramm. Auch bei den Chlorbenzolen ist ein deutlicher Rückgang feststellbar. Und zwar von 28 Kilogramm 2013 auf 22,4 Kilogramm im vergangenen Jahr. Benzol ist krebserregend, Chlorbenzole können die Nerven schädigen.

Hausmüll, Gewerbeabfälle, Giftmüll: Was genau in den 1960er Jahren in die vier Hektar große Kiesgrube gekippt wurde, weiß keiner genau. Fakt ist: Die Schenefelder Deponie S3 gilt als die gefährlichste der 270 Deponien im Kreis Pinneberg. Sie wird seit 1997 hydraulisch gesichert, so dass keine Giftstoffe in das Grundwasser gelangen können. Insgesamt wurden bisher 2685 Kilogramm Benzol und 1147 Kilogramm Chlorbenzole dem Grundwasser entzogen.

Die vier Grundwassermesstellen am östlichen Deponierand wurden von XFEL inzwischen zurückgebaut. Am westlichen Deponierand sind mit Beginn der Grundwasserabsenkung durch den Bau der XFEL-Forschungsanlage die Belastungen durch Giftsstoffe laut Bodenschutzbehörde ebenfalls gesunken. Die Benzolbelastungen seien im vergangenen Jahr auf einem „sehr niedrigen Niveau“ verblieben.

Das seit 2005 auf der Oberflächenabdichtung installierte Biofiltersystem zur Geruchs- und Schadstoffbehandlung des abgesaugten Gases arbeitet laut Kreisbehörde weiterhin einwandfrei. Durch die Absaugung werde das Gasemmissionspotenzial in den sensiblen Wohnbereichen im Umfeld der ehemaligen Deponie sehr gering gehalten.

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erstellt am 29.Sep.2015 | 12:30 Uhr

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