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Schenefelder Tageblatt

22. November 2017 | 10:35 Uhr

Weniger Diebstähle in Schenefeld

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Kriminalitätstatistik Geringere Aufklärungsquote als 2015 / Polizei vermeldet Ermittlungserfolge bei professionellen Banden

shz.de von
erstellt am 10.Mai.2017 | 16:00 Uhr

Der Schenefelder Polizei-Chef Jan Wittig ist insgesamt zufrieden mit den Ergebnissen der aktuellen Statistik zur Kriminalität in der Düpenaustadt. „Uns ist es gelungen, die Straftaten um zehn Prozent zu reduzieren“, sagt er im Gespräch mit unserer Zeitung. Im Jahr 2015 lag die Zahl noch bei 1  213 Fällen. Im Jahr 2016 waren es 1  092 Fälle.

Verschlechtert hat sich hingegen die Aufklärungsquote: Diese lag 2015 bei 36,8      Prozent. 2016 hatte die Polizei einen Wert von 34    Prozent erreicht. Im vergangenen Jahr habe die Schenefelder Polizeistation eine „personelle Durststrecke“ gehabt, erläutert Wittig. „Die Quote hängt leider auch damit zusammen.“ Die Ausfälle seien nicht vorhersehbar gewesen. Er betont aber auch: „Wir haben ein tolles Team hier. Ich bin sehr zufrieden mit meinen Mitarbeitern.“

Jedoch: Auch im Vergleich zum Kreis Pinneberg war die Aufklärungsquote gering. Dort lag sie bei 48 Prozent. Trotzdem sei die Zahl deutlich über dem von Metropolen wie Hamburg, so Wittig.

Die Aufklärungsquote bei den sogenannten Rohheitsdelikten (Raub und Körperverletzung) lag bei 88,4 Prozent (2015: 87,3). 2016 kam es zu sieben Raubtaten (vier im Vorjahr), 79 Körperverletzungen (2015: 67). Davon waren 14 Fälle gefährliche Körperverletzungen (2015: 10) und 58 einfache Körperverletzungen (2015: 52).

Positive Nachrichten gab es insgesamt bei den Diebstählen zu vermelden. Dort kam es zu 672 Taten (2015: 694). Bei diesen Fällen sei die Polizei besonders stark auf Zeugen angewiesen. Viele Vorkommnisse hätten aufgrund von aufmerksamen Mitbürgern aufgeklärt oder verhindert werden können. Beispielsweise sei so eine Bande gefasst worden, die Smartphones aus den Umkleidekabinen am Schulzentrum gestohlen hatte. Der dortige Hausmeister habe geistesgegenwärtig ein Foto von auffälligen Personen gemacht, so dass die Polizei die Täter schnappen konnte, berichtet der Polizei-Chef.

Die Diebstähle aus Wohnungen sind ebenfalls seltener geworden. 84 Fälle gab es 2016 (2015: 104). Durch Großkontrollen der Polizei in der Nähe von Bahnhöfen seien mehrere Banden gefasst worden, die in Schenefeld und Umgebung ihr Unwesen getrieben hatten. „Wir haben da viel Manpower reingesteckt“, sagt Wittig. Trotzdem bleibe dies ein Hauptaktionsfeld für die Polizei. Die Aufklärungsquote sei mit 7,1 Prozent gering. Aufmerksame Nachbarn seien wichtig, um die Fälle aufklären zu können.

Einbrüche in Autos sind seltener geworden. Waren es 2015 noch 106 Fälle, waren es im vergangenen Jahr noch 90.

Zu schaffen macht der Polizei unter anderem die vielen Fahrraddiebstähle (wir berichteten). Besonders am „Stadtzentrum“, am Schulzentrum und generell in der Nähe von S- und U-Bahnhöfen sei Vorsicht geboten, sagt Wittig.

Bei den Sexualstraftaten ist die Fallzahl mit 13 Fällen gleich geblieben. Jedoch sei die Dunkelziffer hoch. Auch die Anzahl der Rauschgiftdelikte sei „kein Indikator für die tatsächliche Lage“. 2016 gab es 23 angezeigte Straftaten (2015: 47). Sein Fazit lautet insgesamt: „In Schenefeld lebt es sich sicher.“ Wittig rät generell: „Rufen Sie 110 an, wenn Sie etwas Auffälliges bemerken. Selbst wenn es ein Fehlanruf ist: Niemand wird hinterher zur Kasse gebeten.“

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