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Photovoltaik in Schenefeld : Vorschlag für die Anlage auf dem Dach des Schulzentrums

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Anlage auf dem Dach des Schulzentrums soll Fläche von 1500 Quadratmetern umfassen. Ausschuss signalisiert Zustimmung.

Schenefeld | Der Bau einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Schulzentrums Achter de Weiden wird immer konkreter. Am kommenden Dienstag, 21. April, steht das Thema erneut auf der Tagesordnung des Schenefelder Energieausschusses – und diesmal sieht es nach einer Mehrheit aus.

Rückblick: Im Februar dieses Jahres hatte die Stadt die Pläne für den Bau einer 22,5 Kilowatt Peak (kWp) Photovoltaikanlage mit 90 Modulen enthüllt. Als Ort dafür hatte sich die Verwaltung eine 450 Quadratmeter große Dachfläche des 15 Jahre alten, südlichen Anbaus an die Gemeinschaftsschule ausgesucht. Um die 48.000 Euro sollte das  Projekt kosten. Doch der Ausschuss für Energie, Wasser und Abwasser spielte in seiner Sitzung am 3. März nicht mit. Zu teuer, zu klein dimensioniert, lautete der Tenor. Folge: Das Thema wurde zurückgestellt, die Stadt erhielt den Auftrag, nachzubessern und auf die Suche nach größeren Dachflächen zu gehen. Keine leichte Aufgabe, denn die Dächer des Schulzentrums sind zu weiten Teilen Sanierungsfälle.

Die Verwaltung ist dennoch fündig geworden. Laut Bauamtschef Günther Leimert soll  nun zusätzlich  zu dem Anbau auch das Dach des Forums sowie knapp die Hälfte des Daches der Turnhalle mit Photovoltaikmodulen bestückt werden. Das ergibt eine Gesamtfläche von mehr als 1500 Quadratmetern – etwa das dreieinhalbfache des ursprünglichen Vorschlags. Die Leistung der Anlage würde auf 105 kWp steigen. Die Kosten für die Umsetzung allerdings auch: auf annähernd 130.000 Euro. „Das ist im Verhältnis  aber trotzdem deutlich günstiger“, sagt  Grünen-Ratsherr Jochen Ziehmann, der der modifizierten Vorlage positiv gegenübersteht.

Auch die SPD – zu dritt im Ausschuss vertreten – will zustimmen. „Wenn wir die große Lösung umsetzen, dann setzen wir damit auch ein politisches Statement als energieeffiziente Kommune“, sagt Fraktionschef Nils Wieruch. Den Wunsch nach einem Baubeginn noch in diesem Jahr hegt er ebenso wie Manfred Pfitzner (Wählervereinigung Bürger für Bürger), der das Projekt ebenfalls begrüßt – allerdings noch einige Fragen hat. „Ich möchte schon gern  wissen, wer eigentlich die Folgekosten trägt, wenn die Anlage beispielsweise kaputtgeht, bevor sich die Investition amortisiert hat“, sagt er. Letzteres soll laut Stadt nach neun bis zehn Jahren der Fall sein.

Noch nicht entschieden hat sich die Wählervereinigung Offensive für Schenefeld (OfS), die am kommenden Montag noch darüber beraten will, dem Thema Photovoltaik laut Fraktionschef Jörg Evers aber „grundsätzlich positiv“ gegenübersteht. Generelle Skepsis meldet lediglich die CDU an. „Wir sollten eine Entscheidung nicht übers Knie brechen. Es gibt aktuell wichtigere Themen in Schenefeld, wie zum Beispiel die Kinderbetreuung“, so Fraktionschef und Ausschussmitglied Hans-Jürgen Rüpcke.

Das Grundkonzept, den von der Sonne erzeugten Strom direkt vor Ort im Schulzentrum zu verbrauchen, hatte der Energieausschuss bereits im März verabschiedet. Die Einrichtung gilt als einer der größten Energieschlucker aller öffentlichen Gebäude in Schenefeld.

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erstellt am 16.Apr.2015 | 16:45 Uhr

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