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Schenefelder Tageblatt

18. Oktober 2017 | 14:09 Uhr

Kräla Schenefeld : Vom Treffpunkt zum Verein

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Zehn Gründungsmitglieder schaffen neue Strukturen. Sie wollen die Einrichtung am Leben erhalten und Verantwortung aufteilen.

shz.de von
erstellt am 20.Feb.2016 | 10:00 Uhr

Schenefeld | Sommerfeste, Theateraufführungen und Hausaufgabenbetreuung: Der Kräla-Treff ist als wichtige Institution aus dem Bewusstsein der Schenefelder nicht mehr wegzudenken. Else und Willy Matzen kümmern sich als „Kräla-Eltern“ schon seit 22 Jahren um die Belange von Kindern und Jugendlichen in der Wohnanlage Krähenhorst/Alte Landstraße. Doch die beiden Rentner möchten nicht mehr die Allein-Verantwortung tragen, suchten deshalb weitere Mitstreiter, um den beliebten Treff zu erhalten. Mit Erfolg. Zehn Mitglieder gründeten jetzt den Verein „Treffpunkt Kräla“.

Zu den Gründungsmitgliedern gehörten das Ehepaar Matzen, Schenefelds Bürgermeisterin Christiane Küchenhof, Glücksgriff-Chefin Ingrid Pöhland sowie Ursula Kriete und Frank Grünberg von der SPD. „Der Kräla-Treff hat unglaublich viel fürs Gemeinwohl getan“, lobte die Bürgermeisterin. Es sei der beliebten Institution zu verdanken, dass innerhalb der Wohnanlage Krähenhorst „eine super Nachbarschaft“ entstanden sei. Insgesamt 30 Nationalitäten bereichern dort das multi-kulturelle Leben. Es gab Zeiten, da galt die Wohnanlage als sozialer Brennpunkt in der Stadt. Längst Vergangenheit. Für ihr Engagement war das Ehepaar Matzen mit dem Ehrenpreis der Stadt ausgezeichnet worden.

Else Matzen hatte im Vorfeld der Vereinsgründung einen Zettel im Kräla-Schaukasten ausgehängt. Wer daran interessiert sei, den Kräla-Treff zu erhalten, könne sich melden, um sie beim Vereinsvorhaben zu unterstützen. Insgesamt vier Mitglieder aus der Wohnanlage erklärten sich dann auch bereit, dem Verein beizutreten. „Es gibt hier sehr viele sinnvolle Aktivitäten für meine Tochter“, erläuterte Gründungsmitglied und Anwohnerin Nicole Bestmann. Sie fände es deshalb „sehr sinnvoll“, den Verein zu unterstützen.

Zu den wichtigen Zielen gehört es unter anderem, Kinder und Jugendliche zu fördern. Die Mitglieder möchten darüber hinaus Menschen aus anderen Ländern bei Behördengängen sowie bei der Integration im Wohnumfeld helfen. Der Verein setzt sich besonders zum Ziel, die „Toleranz auf allen Gebieten der Kultur“ sowie die „internationale Gesinnung“ zu fördern. „Wir sind sehr froh, dass es den Verein gibt“, bilanzierte Else Matzen bei einem Glas Sekt. Die Gründung ist ein Baustein, um das Bestehen der Einrichtung zu sichern. Die Verantwortung ruht ab sofort auf mehreren Schultern.

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