Vier neue Chefs für den Naturschutz

Das neue Leitungsteam des Nabufür Schenefeld und Halstenbek besteht aus Claudia Daffertshofer, Peter Dahms (Mitte) und Heinz Grabert.
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Das neue Leitungsteam des Nabufür Schenefeld und Halstenbek besteht aus Claudia Daffertshofer, Peter Dahms (Mitte) und Heinz Grabert.

Nabugruppe in Schenefeld und Halstenbek bildet Leitungsteam / Jetzt auch Jugendgruppe mit dabei

shz.de von
07. Februar 2018, 16:22 Uhr

Drei Männer und eine Frau bilden das neue Leitungsteam der Nabu-Gruppe für Schenefeld und Halstenbek: Siegfried Heer (74, kleines Foto), Peter Dahms (68), Heinz Grabert (75) und Claudia Daffertshofer (54). Mit ihren unterschiedlichen Profilen und Interessen wollen sie sich für den Schutz der Tier- und Pflanzenwelt in beiden Gemeinden einsetzen.

Stefan Friedrich hatte das Amt Ende des vergangenen Jahres abgegeben, weil er umgezogen war. Das Nachfolge-Quartett hat den Vorsitz nun gemeinsam übernommen.

Heer ist Ornithologe und Wanderleiter beim Nabu Hamburg. Mit seiner alten Sense pflegt der Schenefelder gern Grünflächen. Der gebürtige Schenefelder wohnt nun in Pinneberg.

Dahms beobachtet die Entwicklung der Arten aus naturschutzrechtlicher Sicht, erhebt Daten und gibt sie an die Kommunen weiter. Er möchte den Artenreichtum fördern und hat besondere Kenntnisse über Insekten, Amphibien, Pflanzen und Pilze. Einige Insekten hätten sich wieder in Schenefeld vermehrt. Es gebe nun Arten, die eigentlich seit 1970er Jahren verschwunden waren. Zum Beispiel das Sechsfleck-Widderchen (Foto), der zu den Schmetterlingen gehört. Die Pflege der Grünflächen liegt ihm besonders am Herzen.

Grabert kommt aus Schenefeld und ist der politisch Aktive der Truppe. Er ist regelmäßig im Schenefelder Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt zu Gast. Er hält Kontakt zu den Parteien und bildet die Schnittstelle zur Bürgerinitiative „Wohnqualität im Grünen“. In seiner Kindheit musste er noch zum Gärtnern genötigt werden. „Ich fand das entsetzlich, weil die anderen Fußballspielen durften“, erinnert er sich. Als er später in der ersten Wohnung nur noch einen Balkon hatte, fehlte ihm die Natur dann aber doch. „Da habe ich auch ein Gefühl dafür entwickelt, was schützenswert ist. Da muss man aufstehen und sich drum kümmern. Und es macht mir unheimlich Spaß.“ Heute ist er gern im eigenen Garten. „Nach einer halben Stunde bin ich entspannt.“

Daffertshofer kommt aus Halstenbek und ist die IT-Spezialistin unter den Vieren. Sie kümmert sich um den Internetauftritt und die Mail-Verteiler. Außerdem ist sie in der Nachwuchsförderung aktiv. „Meine Oma war Gartenliebhaberin. Das muss sich in den Genen fortgesetzt haben“, sagt sie. In Halstenbek gestaltet sie mit einer Gruppe eine Website zum Krupunder See und kümmert sich um den Naturschutz. Die Naju-Gruppe reiht sich nun unter das Dach des Nabu ein. Zehn Kinder und vier Betreuer sind derzeit in Halstenbek aktiv. Damit ist auch der Wunsch des ehemaligen Vorsitzenden Friedrich doch noch in Erfüllung gegangen. Daffertshofer ist es wichtig, dass keine Grünflächen zugunsten von Wohnraum verschwindet. „Besonders im Speckgürtel von Hamburg müssen wir aufpassen, dass die Wohnungsbaulawine uns nicht überrollt.“

Das neue Team will eng verzahnt arbeiten, jeder in seinem Metier. „Es gibt Fachbereiche. So können wir uns die Bälle zuspielen“, sagt Grabert.

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