Reitsport in Schenefeld : Vielseitigkeit 2014 fällt aus

Ein Bild aus der Vergangenheit: Olympiasieger Michael Jung war   im Jahr 2012 mit  seinem Pferd Halunke an den Start gegangen.
Ein Bild aus der Vergangenheit: Olympiasieger Michael Jung war im Jahr 2012 mit seinem Pferd Halunke an den Start gegangen.

Das Traditionsturnier muss aufgrund mangelnder Finanzierung abgesagt werden, das endgültige Aus bedeutet das aber nicht.

shz.de von
24. Januar 2014, 12:00 Uhr

Olympiasieger, Weltmeister und Kaderreiter trafen sich regelmäßig in Schenefeld zu den Deutschen Meisterschaften der Vielseitigkeitsreiter.

Doch seit die Deutsche Reiterliche Vereinigung (Federation Nacionale, FN) entschieden hat, dass die Meisterschaften im zweijährigen Wechsel in Schenefeld und Luhmühlen (Niedersachsen) stattfinden sollen, ist es für den Ausrichter in Schenefeld schwer geworden das Turnier zu finanzieren. Turnierchef Hinrich Groth jun. sieht sich nun gezwungen, die Veranstaltung abzusagen. „Es ist uns trotz großer Bemühungen nicht gelungen, ausreichend starke Sponsoren zu finden, die sich mittel- bis langfristig bei unserem Turnier engagieren möchten“.

Dieser Schritt bedeutet aber noch nicht das endgültige Aus der Veranstaltung. „Es gibt von unserer Seite die Bemühungen das Turnier und die Deutschen Meisterschaften 2015 auszurichten. Das hängt aber ebenfalls von möglichen Sponsoren ab“, sagte Elske Nazarian, Pressesprecherin des Elbdörfer und Schenefelder Reitervereins.

Leicht hat man sich die Entscheidung der Absage nicht gemacht, denn das Turnier gehört zu den Höhepunkten im Kreis Pinneberg. „Es war immer ein sehr familiäres Turnier. Da saß man schon auch mal beim Kaffee neben dem Olympiasieger Michael Jung. Es war immer eine großartige Atmosphäre“, so Nazarian. Die Schenefelder Vielseitigkeit wurde seit 1971 insgesamt 40 Mal ausgetragen. Um das Turnier auf diesem Niveau dauerhaft durchzuführen, muss die Trasse regelmäßig gepflegt werden. „Das kostet einiges, daher macht es keinen Sinn sie ein Jahr brach liegen zu lassen“, so Nazarian. Für 2014 ist die Entscheidung gefallen, sollte das Turnier auch 2015 nicht finanzierbar sein, würde der Kreis Pinneberg eine seiner größten Reitveranstaltungen verlieren.

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