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Schulbetreuung am Nachmittag : Viele Angebote – wenig Resonanz

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Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Nur 45 Anmeldungen liegen für ein offenes Nachmittagsprogramm am Schulzentrum vor. VHS-Chefin Ramona Knust sucht nach den Ursachen.

shz.de von
erstellt am 18.Feb.2014 | 16:00 Uhr

Schenefeld | Die offizielle Anmeldefrist lief am 17. Januar ab. Das Ergebnis ist ernüchternd. Nur 45 Schüler haben sich für das Nachmittagsangebot am Schulzentrum Achter de Weiden entschieden. So wenig wie noch nie. Kurse kommen mangels Beteiligung gar nicht zustande.

45 Anmeldungen: Dabei besuchen die Gemeinschaftsschule und das Gymnasium zurzeit mehr als 1100 Kinder und Jugendliche. Der Einbruch ist deutlich. „Im ersten Schulhalbjahr hatten wir noch 72 Anmeldungen“, betont Ramona Knust. Sie ist Schenefelds VHS-Chefin und mit ihrem Team seit 2011 für die Nachmittagsangebote verantwortlich. Es gab in der Vergangenheit auch schon über 100 Anmeldungen.

Gründe für den Schülerschwund? Knust betreibt noch Ursachenforschung, will jetzt das Gespräch mit beiden Schulen suchen. Hinweise gibt es: Knust spricht die Unterrichtsverdichtung an, die nicht nur am G8-Gymnasium, sondern auch an der Gemeinschaftsschule zu mehr Nachmittagsuntericht führe. „Wenn unsere Angebote um 14 Uhr starten, sind viele Schüler noch im Unterricht“, sagt Knust. Zudem vermutet sie, dass in Schenefeld noch in vielen Familien eine häusliche Nachmittagsbetreuung geleistet wird. Ins Blaue hinein wurde das Nachmittagsangebot am Schulzentrum nicht aufgebaut. Es gab eine Bedarfsanalyse, die die Notwendigkeit für die offene Ganztagsschule aufzeigte.

Tennis, Musik, Jonglage, Kochen, ein Modeatelier, Einrad, Spanisch: Inhaltlich sieht Knust das Angebot gut aufgestellt. „Schüler können auch eigene Vorschläge machen, sagen, wenn ihnen etwas fehlt. Wir sind flexibel“, sagt Knust. Doch das Schüler-Feedback ist in diesem Bereich gleich Null. Auch preislich kann sich das Angebot sehen lassen. Die Teilnahme für ein Halbjahr kostet 60 Euro. Es gibt Ermäßigungen, Bildungsgutscheine werden anerkannt. Die Werbetrommel für die Nachmittagsbetreuung haben die Organisatoren kräftig gerührt. Jeder Schüler an der Gemeinschaftsschule hat das Programmheft erhalten, ebenso die unteren Klassen am Gymnasium. Zudem gibt es einen Verbindungslehrer vor Ort am Schulzentrum. Am 3. Februar sind die Kurse gestartet. Doch Anmeldungen sind laut Knust weiterhin möglich. Sie wird morgen beim „Tag der offenen Tür“ zwischen 16 und 18 Uhr im Schulzentrum sein und auf das Betreuungsangebot hinweisen.

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