Sportwelt ist ein Jahr nach dem Brand Geschichte : VHH kauft Gelände in Schenefeld

Ein Jahr nach dem Brand steht fest: Eine neue Sportwelt wird es nicht geben.

Ein Jahr nach dem Brand steht fest: Eine neue Sportwelt wird es nicht geben.

Das Areal der RCS Sportwelt in Schenefeld wird an die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein GmbH (VHH) verkauft.

shz.de von
15. August 2018, 14:12 Uhr

Schenefeld | Die RCS Sportwelt in Schenefeld ist Geschichte. Die Inhabergesellschaft, bestehend aus Mitgliedern der Familie Timmermann, will das abgebrannte Sportcenter entgegen erster Verlautbarungen nach dem verheerenden Brand am 10. August 2017 nicht wieder aufbauen. Die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein GmbH (VHH) kaufen das  Areal am Osterbrooksweg.

Wie berichtet, hatte die VHH nach Erweiterungsflächen für den Betriebshof in Schenefeld gesucht. Dies haben die Verkehrsbetriebe am Mittwoch schriftlich mitgeteilt.  „Nach zahlreichen konstruktiven Gesprächen konnte mit den bisherigen Eigentümern eine Einigung über die Übernahme der ehemals durch die Sportwelt Schenefeld genutzten Grundstücke erzielt werden“, heißt es seitens der Pressesprecherin Anja Giercke. Der Betriebshof  soll  um die direkt angrenzenden Flächen zwischen dem heutigen Betriebshof und der Blankeneser Chaussee erweitert werden.

Die Halle war am 10. August vergangenen Jahres in Brand geraten.
Dietmar Vogel

Die Halle war am 10. August vergangenen Jahres in Brand geraten.

 

Johann Timmermann, der  die Sportwelt einst groß gemacht hat, zeigte sich heute zwigespalten angesichts der Entscheidung der Gesellschaft. Eine mehrheitliche Einscheidung für einen Wiederaufbau sei intern nicht zustandegekommen. Dafür habe es laut Timmermann  keine Mehrheit gegeben.

20.000 Quadratmeter mehr für die VHH

Die Fläche der VHH erweitert sich von 28.000 Quadratmeter auf 48.000 Quadratmeter. Von dem Unternehmen heißt es zur Erweiterung des Geländes: „Es war immer unser Wunsch in Schenefeld zu bleiben, da die Zusammenarbeit mit der Stadt stets hervorragend funktioniert hat. Wir schätzen Schenefeld als Wirtschaftsstandort. Aktuell arbeiten auf dem ortsansässigen Betriebshof mehr als 600 Mitarbeiter*innen, viele davon kommen aus Schenefeld und Umgebung. Wir wollten unseren Angestellten längere Arbeitswege ersparen, deshalb haben wir nach einer Lösung in der Region gesucht“, so VHH-Geschäftsführer Toralf Müller.

Anfang nächsten Jahres soll der Bauantrag gestellt werden. Sobald die Baugenehmigung erteilt worden ist, werde laut VHH mit den Umbaumaßnahmen begonnen. Die Höhe der Baukosten stehe noch nicht fest, es soll sich aber um die größte Investition der VHH in der Firmengeschichte handeln.

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