Vier Künstler zeigen ihre Werke : Vernissage im Schenefelder „Stadtzentrum“: Weiter Horizont im Miniaturformat

Edwin Zaft (links) und Petra Jacobsen sind zwei der vier Künstler, die in der Galerie von Gerd Uhlig ihre Werke präsentieren.
Edwin Zaft (links) und Petra Jacobsen sind zwei der vier Künstler, die in der Galerie von Gerd Uhlig ihre Werke präsentieren.

Galerie Gerd Uhlig eröffnet am Samstag im „Stadtzentrum“ eine neue Ausstellung.

shz.de von
22. Juni 2018, 12:00 Uhr

Schenefeld | Farben, Formen, Striche, Tupfer – diese Darstellungsformen stechen ins Auge, sobald man die Galerie Gerd Uhlig im „Stadtzentrum“ Schenefeld betritt. Großformatige Abbildungen von Wäldern und Blumen schmücken die Wände, ebenso abstrakte Gemälde. Auch ganz kleine Malereien findet das suchende, kunstbegeisterte Auge. In der Galerie wird am Samstag eine neue Ausstellungsrunde beginnen. Zu sehen sind Werke der Pinneberger Künstlerin Petra Jacobsen, der Hamburgerin Alica Kaufmann sowie Skulpturen von Ingrid Ullrich und Miniaturgemälde von Edwin Zaft. Los geht es ab 12 Uhr.

„Zirka sechs Wochen lang werden dann die Werke so hier zu sehen sein“, sagt Gerd Uhlig, Inhaber der Galerie. „Die Eröffnung der Ausstellung halten wir ganz schlicht. Es wird kein Rahmenprogramm mit Musik, Lesung oder Ähnlichem geben.“ Die Besucher seien so nicht gezwungen, zu einem bestimmten Zeitpunkt vorbeizuschauen. Die Räume sind zwischen 12 und 18 Uhr für Interessierte geöffnet.

Künstler vor Ort

Die Künstler selbst werden auch vor Ort sein. „Wir freuen uns auf die netten Gespräche. Der Austausch mit potenziellem Klientel hat etwas sehr Reizvolles“, erzählt Jacobsen. Sie ist seit 25 Jahren künstlerisch aktiv, so dass sie vom Verkauf ihrer Arbeiten leben kann. Ihr Steckenpferd seien das Abstrakte, Blumen und der Hamburger Hafen. Das Abstrakte lasse sie entspannen, da sie nicht so auf Konturen und Genauigkeit von Formen achten müsse. Und wie kam es zu den floralen Motiven? „Frauen ohne Blumen? Das ist wie Frauen ohne schöne Schuhe oder Make-up“, sagt die Pinnebergerin lachend. Der Hamburger Hafen als Kunstobjekt hingegen habe sie schon immer magisch angezogen. „Er ist faszinierend. Das Gefühl kennen bestimmt viele. Ich bringe es auf die Leinwand.“

In Bildern etwas erkennen

Zaft zeigt kleine Besonderheiten in den Räumen des Ateliers. Die Idee dazu kam ihm zufällig vor zirka zwei Monaten. „Malerei ist im Prinzip nur Farbe auf Träger. Das ist, was ich hier zeige“, erläutert Zaft. Aus einem großen Karton holt er viele in Luftpolsterfolie eingeschlagene Kunstwerke heraus. Es sind die Deckel von Zigarrenkisten, auf denen einzigartige, kleine Gemälde entstanden sind. Sie zeigen einen Horizont, doch ob über dem Meer oder über einem Feld, das sei jedem Betrachter selbst überlassen. „Der Mensch möchte in Bildern immer etwas erkennen. Und in diesen Bildern kann durch die entstandene Räumlichkeit, die ich ganz simpel durch das Abstreichen von Ölfarbe gewonnen habe, alles gesehen werden“, so der Künstler. Vielleicht habe auch der Umzug nach Dithmarschen ein wenig inspiriert. „Wenn sich der Horizont vor der Haustür erweitert, erweitert sich anscheinend auch der eigene, künstlerische“, sagt Zaft schmunzelnd.

Die Besucher der Galerie Uhlig erwartet eine harmonische Zusammenstellung verschiedenster Kompositionen. Zum Träumen laden die Werke alle ein – ein Besuch lohnt sich.

Die Galerie ist am Freitag von 17 bis 19 Uhr und am Samstag von 12 bis 15 Uhr geöffnet.

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