zur Navigation springen

Bilanz in Schenefeld : Unwetter hält Feuerwehr in Atem

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Blitzeinschläge: Zwei Einsätze in Schenefeld.

Schenefeld | Gegen kurz vor 6 Uhr am Dienstag ging es gestern los: In Schenefeld prasselte Starkregen auf die Dächer. Wer keinen festen Schlaf hatte, dürfte spätestens bei den zwei Blitzeinschlägen in der Düpenaustadt wenige Minuten später wach geworden sein. Zwei Einfamilienhäuser waren betroffen. Verletzt wurde aber niemand.

Gegen kurz nach 6 Uhr war auch die Nachtruhe für die Freiwillige Feuerwehr vorbei. Die Einsatzkräfte wurden nach Angaben von Pressesprecher Dennis Fuchs in den Friedrichshulder Stieg zu einem gemeldeten Blitzeinschlag im Dach gerufen. Aufgrund des starken Gewitters schlug ein Blitz in den Schornstein einer Doppelhaushälfte ein und beschädigte den Schornstein schwer. Durch den Einschlag waren Teile vom Schornstein mehrere Meter von der Doppelhaushälfte auffindbar. Um weitere Gefahren von herabfallenden Schornsteinteilen zu verhindern, wurden mit Hilfe der Drehleiter lose Schornsteinteile gesichert. Zu einem Feuer, wie ursprünglich gemeldet, kam es nicht.

Nur wenige Minuten nach der Alarmierung für den Blitzeinschlag im Friedrichshulder Stieg mussten die Feuerwehrleute wieder ausrücken. Die Einsatzkräfte wurden in die Danziger Straße zu einem gemeldeten Kellerbrand gerufen. Der Blitz schlug auch dort in das Reihenhaus ein und sorgte dafür, dass in der Heizungsanlage ein Feuer entstand. Durch das schnelle Eingreifen der Anwohner konnte laut Fuchs Schlimmeres verhindert werden. Unter schweren Atemschutz überprüfte ein Trupp den Kellerbereich nach möglichen Gefahren. Die Helfer konnten aber wenig später Entwarnung geben. Personen kamen bei beiden Einsätzen nicht zu Schaden. Insgesamt war die Freiwillige Feuerwehr Schenefeld laut Fuchs mit 41 Einsatzkräften im Einsatz.

Bei Blitzschlag besteht Lebensgefahr. Vereinzelt können zum Beispiel Bäume entwurzelt und Dächer beschädigt werden. Achten Sie auf herabstürzende Äste, Dachziegel oder Gegenstände. Überflutungen von Kellern und Straßen sowie örtliche Überschwemmungen an Bächen und kleinen Flüssen sind möglich (Details: www.hochwasserzentralen.de). Es können zum Beispiel Erdrutsche auftreten. Schließen Sie alle Fenster und Türen. Sichern Sie Gegenstände im Freien. Halten Sie insbesondere Abstand von Gebäuden, Bäumen, Gerüsten und Hochspannungsleitungen. Vermeiden Sie möglichst den Aufenthalt im Freien. Der sicherste Platz für den Menschen ist bei einem Gewitter in einem festen und durch Blitzableiter gesichertem Haus, das durch umstürzende Bäume nicht erreicht werden kann. Sätze wie „Buchen soll man suchen“ oder „Eichen soll man weichen“ sind wissenschaftlich nicht haltbar. Je höher ein Baum und je weiter er aus einer Gruppe andere Bäume herausragt, desto höher ist auch die Gefahr eines Blitzeinschlages. Je weniger Unterholz ein Baum hat, je stärker seine Krone, je höher der Stamm und je alleinstehender seine Lage, desto höher die Gefahr eines Umstürzens. In der Wohnung ist es ratsam, Elektrogeräte ohne Überspannungsschutz vom Netz zu nehmen. Quellen: Deutscher Wetterdienst, Institut für Wetter- und Klimakommunikation,Kreisfeuerwehrverband

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 31.Mai.2017 | 16:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen