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Schenefeld : Unterricht für Flüchtlingskinder

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Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

In Schenefeld wird an der Grundschule Altgemeinde eine Klasse „Deutsch als Zweitsprache“ eingerichtet. Stelle wird jetzt ausgeschrieben.

Schenefeld | Sie kommen aus Syrien, aus Afghanistan, Albanien und dem Irak – und  sie sprechen kein Wort Deutsch. Um die Sprache in ihrer neuen Heimat zu lernen, mussten Flüchtlingskinder bisher von Schenefeld nach Pinneberg, Wedel oder Bönningstedt gebracht werden – an eines der DaZ-Zentren im Kreis Pinneberg. Die Fahrerei ist zumindest für Grundschüler schon bald vorbei. An der Grundschule Altgemeinde soll so schnell wie möglich eine Klasse „Deutsch als Zweitsprache“ eingerichtet werden. Das bestätigte gestern Schulrat Michael Doppke. „Das Land Schleswig-Holstein hat die Mittel für neue Lehrerstellen zur Verfügung gestellt.“ Zwölf neue Planstellen gibt es im Kreis Pinneberg. Die Stelle für Schenefeld wird laut Doppke jetzt ausgeschrieben. Das Problem: Fachkräfte zu finden, die in den DaZ-Klassen unterrichten können.  

Der Bedarf an den beiden Schenefelder Grundschulen ist groß: 13 Kinder sollen dort in der neuen DaZ-Klasse unterrichtet werden. Hakan Akgün, im Schulamt verantwortlich für die DaZ-Klassen, geht davon aus, dass sich diese Zahl in den kommenden Monaten noch erhöhen wird. In der Regel besuchen die Jungen und Mädchen ein Jahr lang die DaZ-Klasse. „Im ersten Halbjahr lernen die Kinder vorwiegend Deutsch“, betont Akgün. Im zweiten Halbjahr sollen sie dann in einzelnen Fächern auch am Regelunterricht ihres künftigen Jahrgangs teilnehmen. „Sie  werden langsam auf den Übergang vorbereitet“, sagt Akgün. Gerade für die Kinder im Grundschulalter sei es ein Vorteil, vor Ort in Schenefeld unterrichtet zu werden.

Für die Grundschüler in Schenefeld wird vor Ort etwas getan. Ab der fünften Klasse müssen die Jungen und Mädchen nach Pinneberg oder Wedel – wenn dort Plätze in den DaZ-Klassen frei sind. „Wir hatten zwei Kinder, die nicht untergekommen sind“, sagt Ina Baumert, Leiterin der Gemeinschaftsschule Achter de Weiden. Sie hofft, dass sich durch die zusätzliche Einrichtung von DaZ-Klassen im Kreis  Pinneberg die Situation entspannen wird. Sprache als wichtigste Voraussetzung für Integration: In Schenefeld tut sich jetzt nicht nur im Schulbereich etwas, sondern auch auf freiwilliger Basis. Der Verein „Glücksgriff“ hat der Stadt 5000 Euro gespendet – speziell für Sprachkurse, die für Flüchtlinge angeboten werden sollen. Die sollen bald starten.

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erstellt am 17.Feb.2015 | 10:00 Uhr

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