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Schenefelder Tageblatt

25. Juni 2017 | 08:49 Uhr

„Unsere Bürger machen es kaputt“

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

debatte Christdemokraten kritisieren Holz als Material für Pflanzkisten / Nächster anvisierter Standort geändert / Heute Mitmach-Aktion

Holzkisten oder keine Holzkisten? Darum hat sich die Diskussion während der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt am Donnerstagabend gedreht.

Die Initiative „Schenefelder Beete“ sollte ein Sondernutzungsrecht erhalten, um auf abgesprochenen Flächen Hochbeete aufbauen zu dürfen und Beete am Boden anzulegen. Das Ziel der Initiative ist, Schenefeld Stück für Stück mit Grünpflanzen attraktiver zu machen und den Obst- und Gemüsebau erlebbarer zu gestalten. Die mögliche Erlaubnis für eine Sondernutzung war während der Sitzung aber schnell vom Tisch.

Stein des Anstoßes waren die Holzkisten, die die Initiative für die Bepflanzung des Rathausvorplatzes vorgesehen hatte. Holm Becker (CDU) führte an, die Politik habe von Anfang an klar kommuniziert, dass Holz als Material nicht in Frage kommt. „Das hatten wir Ihnen gesagt. Es gibt langlebigere Materialien. Wir wollen keine gammeligen Holzkisten da in zwei, drei Jahren stehen haben“, sagte Becker in Richtung Publikum, wo der Inititiator des Projekts, Jens Clausen, saß. Dieser erwiderte, die Kisten würden mit spezieller Farbe lackiert werden und seien dadurch langlebiger. Weitere Kritik kam von der Politik, weil die Initiative Europaletten unter die Hochbeete stellen will. Auch Clausens Argument, diese könnten noch verkleidet werden und würden den Transport erleichtern, wenn der Rathausvorplatz im Zuge der Stadtkernplanung umgestaltet wird konnte die CDU nicht überzeugen.

Zudem betonte Becker die Gefahr von Vandalismus. Holz sei leicht zu beschädigen. Dies zeige sich bei Holzbänken. Clausen erwiderte, dass in anderen Städten mit ähnlichen Projekten dieses Problem nicht groß sei. Becker ließ das nicht gelten. „Vom Grundsatz bin ich auf Ihrer Seite. Aber leider ist es so. Unsere Bürger machen es kaputt.“ Optisch machten die Holzkisten nicht genug her für den Rathausvorplatz, befand Becker. Hartwig Hüllen warf ein, dass bis zu den Umbauten auf dem Rathausplatz ohnehin so viel Zeit vergehen werde, dass die Kisten „bis dahin verrottet sind“.

Am Ende einigte man sich darauf, der Initiative einen Testlauf mit den Boxen zu erlauben, allerdings nicht am Rathaus, sondern auf der Bürgerwiese. Deshalb findet auch der für heute angesetzte Pflanztermin nicht beim Rathaus, sondern dort statt. Los geht’s um 14 Uhr. Interessierte sind willkommen.

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erstellt am 10.Jun.2017 | 16:06 Uhr

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