Theater Schenefeld : Über pikante Pakete und das große Chaos

Verwirrung um eine Paketlieferung – und wie man den Inhalt wieder los wird: Darum geht es in der neuen Komödie des Theaters Schenefeld, das bereits vor fast 30 Jahren in der Düpenaustadt inszeniert wurde.
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Verwirrung um eine Paketlieferung – und wie man den Inhalt wieder los wird: Darum geht es in der neuen Komödie des Theaters Schenefeld, das bereits vor fast 30 Jahren in der Düpenaustadt inszeniert wurde.

Die Formation bringt ab Freitag, 4. Mai, die Komödie „Zum Teufel mit dem Sex“ auf die Bühne.

shz.de von
13. April 2018, 12:30 Uhr

Schenefeld | Freche Dialoge und peinliche Verwechslungen: Das Theater Schenefeld präsentiert ihr neues Stück „Zum Teufel mit dem Sex“ – eine Komödie von Anthony Marriott und Alistair Foot – ab Freitag, 4. Mai, auf die Bühne des Forums. Die Premiere beginnt um 19.30 Uhr.

Regisseurin Karin Niß inszeniert das Theaterstück nicht zum ersten Mal: Bereits im Jahr 1989 brachten Schauspieler des Theaters Schenefeld den humorvollen Stoff auf die Bühne. „Die Darsteller sind diesmal natürlich andere und jünger als ich. Aber Regisseure können ja alt und grau werden. Das stört keinen“, sagt Niß und lacht dabei. Sie hat die Gruppe 1975 gegründet und jahrzehntelang geleitet.

Modern inszeniert

Auch wenn das Stück nicht mehr ganz neu ist, verstaubt kommt es ganz und gar nicht daher. Es werde zum einen modern inszeniert. Zum anderen gehöre „Zum Teufel mit dem Sex“ nach wie vor zu den meist gespielten englischen Komödien überhaupt, berichtet die Regisseurin. „Es kam damals schon sehr gut an.“ Auch diesmal verspricht sie eine „hervorragende Besetzung und ein liebevolles Bühnenbild“. Unter anderem ist Manfred Eckhoff als Gastspieler vom Theater Rellingen mit dabei. Dazu kommen viele der bekannten Schenefelder Gesichter wie Chantal Wüst, die im Weihnachtsmärchen als Dornröschen brillierte. „Wir hatten so viel Spaß bei den Proben. Die Zuschauer werden das ebenso genießen. Da bin ich mir ganz sicher.“ Die Komödie lebe vom schnellen Tempo, erläutert Niß.

Darum geht’s: Francesca (Chantal Wüst) und Marcello (Gerrit Meyer-Haack) sind gerade aus den Flitterwochen zurück und haben ihr neues Heim bezogen – die Dienstwohnung des Filialleiters der „Bank des Heiligen Geistes“. Marcello wurde nämlich vor kurzem zum Leiter der Filiale in einem kleinen Vorort von Rom befördert. Unter dem Schutz der höchsten Instanz von Moral will er hier nun sein neues Zuhause einrichten. Auch Francesca möchte etwas zum Aufbau des Familienglücks beitragen und ist auf der Suche nach einem Nebenverdienst. Schnell findet sich auch schon ein lukratives Angebot: der Vertrieb exklusiver schwedischer Glas- und Porzellanwaren. Doch was da in den Päckchen geliefert wird, sind skandinavische Produkte ganz anderer Art.

Schwiegermutter auf Stipvisite

Nicht so tragisch, wäre da nicht gerade Francescas Schwiegermutter (Ariane Chergui) zur ersten Stipvisite bei dem jungen Paar eingetroffen, noch dazu in Begleitung von Marcellos Vorgesetzten (Manfred Eckhof), der wiederum den strengen Revisor, Bruder Nikolas (Stefan Thomas Siebert), zur Prüfung in Marcellos Bankfiliale ankündigt. So bekommen die pikanten Pakete die Brisanz von Sprengstoff und durch die Hilfeversuche von Marcellos Freund und Kassierer der Bank, Paolo Fauni (Karsten Schmidt), beginnen sich die Ereignisse zu überschlagen.

In den weiteren Rollen ist Torsten Krohmer als Polizeiinspektor zu sehen, Andrea Krohmer und Janina Lanker spielen zwei Damen aus dem Rotlichtviertel. Gewagte Outfits gehören dabei natürlich dazu. „Man muss dafür schon Mut haben, aber sie machen das ganz toll“, sagt die Theater-Gründerin. „Anthony Marriott und Alistair Foot haben den Stoff zu einer großartigen Komödie verarbeitet“, urteilt Theater-Chef Michael Matthiesen. Das ganze Ensemble fiebert der Premiere entgegen und freut sich auf viele Zuschauer.

Das neue Stück „Zum Teufel mit dem Sex“ wird an folgenden Tagen aufgeführt: Freitag und Samstag, 4. und 5. Mai, ab 19.30 Uhr, am Sonntag, 6. Mai, ab 18 Uhr, am Freitag und Samstag, 11. und 12. Mai, ab 19.30 Uhr sowie am Sonntag, 13. Mai, ab 18 Uhr. Aufführungsort ist das Forum Schenefeld (Schulzentrum), Achter de Weiden 30. Der Eintritt kostet zehn Euro, Schüler zahlen fünf Euro. Telefonische Kartenreservierung ist möglich unter Telefon (04101) 606141 oder direkt auf www.theater-schenefeld.de und bei den bekannten Vorverkaufsstellen: Ticketshop in der Buchhandlung Heymann im „Stadtzentrum“ Schenefeld, Schreibwaren Holmann, Friedrich-Ebert-Alle 29, sowie in der Buchhandlung Cremer, Hauptstraße 51 in Halstenbek.
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