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Eine Zeitung verbindet : Treffen der „echten“, gebürtigen Schenefelder

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

180 Personen meldeten sich nach einem Aufruf im Schenefelder Tageblatt bei Bürgermeisterin Christiane Küchenhof.

shz.de von
erstellt am 30.Sep.2014 | 16:10 Uhr

Schenefeld | Mithilfe eines Aufrufes im Schenefelder Tageblatt hatte Bürgermeisterin Christiane Küchenhof nach Menschen gesucht, die in Schenefeld geboren wurden. 180 Personen meldeten sich daraufhin zur Freude von Küchenhof. „Es können aber nicht alle Schenefelder davon Kenntnis erhalten haben, weil ja viele nicht mehr hier wohnen“, erläuterte die Bürgermeisterin bei ihrer Begrüßungsansprache im Sportrestaurant.

90 Frauen und Männer waren der Einladung gefolgt und nutzten die Gelegenheit, um ausgiebig zu klönen. Darunter auch der Vorsitzende des Seniorenbeirats, Eckhard Vogelgesang, Wehrführer Michael Schulz, Jörg Evers, Fraktionsvorsitzender der Ofs, und Marga Gätjens, Vorsitzende von Blau-Weiß 96.

Die Bürgermeisterin bedauerte, mithilfe des Einwohnermeldeamts keine konkreten Zahlen ermitteln zu können. Sie berichtete, das Licht der Welt – wie zahlreiche Schenefelder – noch in der Privat-Frauen-Klinik am Kampweg 1 erblickt zu haben. Die im Backsteingebäude beheimatete Klinik stand unter Leitung der Hebamme Helene Ellerbrock. Häufig sollte beim Treffen noch von der Hebamme gesprochen werden, deren guter Ruf bis weit über Schenefelds Grenzen hinausreichte.

„Ich war das letzte Kind, das dort zur Welt kam“, erzählte Susanne Fischer (45). Eigentlich habe Ellerbrock schon die Türen der Praxis für immer schließen wollen. „Aber sie hat noch auf meine Mutter gewartet“, so Fischer. Mit 45 Jahren war sie die beim Treffen jüngste Schenefelderin. Stefanie Wendland (46) wusste daraufhin zu erzählen, ihre Tante habe dort schon nicht mehr entbinden dürfen.

Die ältesten Gäste waren Wilhelm Gronewaldt (91) und Henny Häusler (94). „Als ich geboren wurde, war das Geld nichts mehr wert“, bedauerte Häusler. Das sei eine schwere Zeit gewesen. Gronewaldt erinnerte sich lebhaft an Einladungen des Nachbarn zur ungeliebten Milchsuppe. Aus Höflichkeit habe er viel gegessen. „Ey wat kann de Jung teen eeten“, habe sich der Nachbar gefreut und „bums, gab es noch nen Schlag“, erzählte der von seinen Freunden als „Klugschnacker“ betitelte 91-Jährige. Die „echten“, gebürtigen Schenefelder hatten sich an diesem Nachmittag noch viel zu erzählen.

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