Heinrich Timmermann : Trauer um „Hein ut Schenefeld“

Hein ut Schenefeld berichtete fürs Tageblatt.l
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Seinen 96. Geburtstag erlebte Heinrich Timmermann nicht mehr. Er starb am 10. Januar in einem Krankenhaus in Hamburg.

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15. Januar 2015, 10:00 Uhr

Schenefeld | Seinen 95. Geburtstag feierte er im April 2014 noch mit Familie, Freunden und Weggefährten in der Seniorenresidenz Rüpcke. Seinen 96. Geburtstag erlebte Heinrich Timmermann nicht mehr. Er starb am 10. Januar in einem Hamburger Krankenhaus. „Er war auch im hohen Alter stets fidel, gut gelaunt und zufrieden mit seinem Leben“, sagt Eckhard Vogelgesang. Der Vorsitzende des Seniorenbeirats war mit Timmermann befreundet. Noch am 4. Januar besuchten sie gemeinsam den Neujahrsempfang der SPD. Am 11. Januar wollten sie dann zum Neujahrsempfang der Stadt, hinterher wie immer Chinesisch essen gehen. Es kam anders.

Timmermann, zahlreichen Schenefeldern auch als „Hein ut Schenefeld“ bekannt, arbeitete viele Jahre als Kolumnist für das Schenefelder Tageblatt, erfreute die Leser mit seinen plattdeutschen Geschichten. So wurde er auch zu einem Chronist der jüngeren Schenefelder Geschichte.

Im Juks und im Forum: Der weißhaarige Herr war immer vor Ort, wenn es um Kultur ging. Stets in Schick und Schale und mit tadellosen Manieren. Fast immer ein Lächeln auf den Lippen. Humor und Freundlichkeit waren seine Markenzeichen.

Anderen Menschen zu helfen – das spornte ihn an. Timmermann war ein Brückenbauer. Er engagierte sich mit Herzblut für die Städtepartnerschaft mit Luninez. 16  Mal reiste er nach Weißrussland. Zudem organisierte er Hilfstranporte für ein bulgarisches Kinderheim. „Er war ein kluger und nachdenklicher Kopf und ein sehr warmherziger Mensch“, sagte Bürgermeisterin Christiane Küchenhof. Das Urgestein werde fehlen. 2008 erhielt er die Jubiläumsmedaille der Stadt.

Der ehemalige Schiffsjunge Timmermann war Leuchtturmwärter auf Sylt und arbeitete später als Kurverwaltungsleiter in Tönning. 1980 kam er mit seiner zweiten Frau nach Schenefeld, fand in der Kleinstadt eine neue Heimat. „Er war geschätzt und geachtet. Die Menschen mochten ihn“, sagt Vogelgesang.

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