Tränenreicher Abschied von Gerd Fulda

Dieter Freese (von links), Bürgermeisterin Christiane Küchenhof (SPD), Peter Spichale und Karl Nebe dankten Gerd Fulda (Mitte) für seinen Einsatz für den Schenfelder Briefmarkenzirkel.
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Dieter Freese (von links), Bürgermeisterin Christiane Küchenhof (SPD), Peter Spichale und Karl Nebe dankten Gerd Fulda (Mitte) für seinen Einsatz für den Schenfelder Briefmarkenzirkel.

Nach mehr als zehn Jahren als Vorsitzender des Briefmarkenzirkels hört der 85-Jährige auf

shz.de von
28. Februar 2017, 16:37 Uhr

Die Tränen der Rührung konnte Gerd Fulda am Sonnabend nicht mehr zurückhalten. „Ich könnte weinen“, gestand der 85-jährige Schenefelder. Nach mehr als zehn Jahren als Vorsitzender des Briefmarkenzirkels Schenefeld hatte er sich entschieden, die Verantwortung in jüngere Hände zu übergeben. Zukünftig sollen Peter Spichale und Karl Nebe zusammen mit Dieter Freese die Veranstaltungen organisieren und die Idee am Leben halten.

„Lieber Gerd, in den 1990er Jahren hast Du uns zusammengebracht und wolltest Briefmarken tauschen. Heute kommen Besucher von der West- und Ostküste, aus Kiel und nicht zu vergessen auch aus Orten südlich der Elbe“, sagte Spichale in seiner Dankesrede. Er versprach, dass die Treffen weiterhin an jedem letzten Sonnabend des Monats in den Räumen am Sportzentrum Achter de Weiden stattfinden. „Dass es erhalten bleibt, ist für mich die größte Freude. Das war mir sehr wichtig“, sagte Fulda. Etwa 50 Sammler gehören dem Briefmarkenzirkel an. Diese hatten für den scheidenden Vorsitzenden gesammelt. „Was sollen wir dir Briefmarken schenken? Du hast bis auf einige amerikanische Flieger ohnehin alle und die kannst Du Dir davon kaufen“, sagte Spichale.

„Herr Fulda war oft Gast bei mir im Bürgermeisterbüro und hat sich die Briefmarken, die ich bekommen habe, persönlich abgeholt“, sagte Bürgermeisterin Christiane Küchenhof (SPD), die dem scheidenden Vorsitzenden den Dank der Stadt übermittelt. Sie versprach: „Zukünftig werde ich die Briefmarken zusenden oder persönlich vorbeibringen.“ Dabei sei die Anzahl der gestempelten Sammelstücke durch E-Mails und Frankiermaschinen allerdings deutlich gesunken. „Ich danke Ihnen für Ihre jahrzehntelange Arbeit. Ich habe immer genau verfolgt, was Sie hier tun“, sagte Küchenhof.

Auch für die Sammler hatte sie eine gute Nachricht: „Die Stadt Schenefeld wird Sie auch weiterhin unterstützen und Ihnen den Raum zur Verfügung stellen.“ Bevor sich Fulda seinen Briefmarkenalben und den Tauschgeschäften widmete, wandte er sich noch einmal an seine Nachfolger: „Ich habe Euch gut ausgesucht. Ich mache mir um die Zukunft des Briefmarkenzirkels keine Sorgen.“

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