Schenefeld : Timm-Kröger-Straße: Im Frühjahr kommen die Bagger

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Es entstehen 88 Wohnungen. Investor Jens Förster nutzt doch nicht Ausgleichsfläche der Stadt.

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08. Januar 2015, 12:00 Uhr

Schenefeld | Der städtebauliche Vertrag mit der Stadt ist unterschrieben. Im Frühjahr rollen an der Timm-Kröger-Straße die Bagger an. Das bestätigte jetzt Grundstückseigentümer und Investor Jens Förster. „Wir müssen auch noch einen Erschließungsvertrag mit der Stadt abschließen. Dann werden wir beim Kreis die Baugenehmigung beantragen“, betonte Förster.

Der kleine Wald zwischen der Timm-Kröger-Straße, dem Fritz-Reuter-Platz und der Altonaer Chaussee ist längst verschwunden. 88  Wohnungen, darunter verpflichtend auch barrierefreie Einheiten, werden auf dem 13.280 Quadratmeter großen Areal entstehen. Über eine Bebauung des Geländes wurde seit Ende der 1990er Jahre heftig diskutiert und gerungen. Pläne – unter anderem die Ansiedlung eines Aldi-Marktes – wurden erstellt und wieder verworfen. „Ich bin froh. dass es uns gelungen ist, am Ende eine Lösung zu finden, von der alle profitieren“, sagt der Investor.

Barrierefreie Wohnungen: Die sind in Schenefeld heiß begehrt. Im hinteren Bereich des Neubaugebietes werden Reihenhäuser hochgezogen. Der Investor setzt auf Vermietung, nicht auf Verkauf. Und auf eher kleinere Wohneinheiten, mit Größen zwischen 50 und 68 Quadratmetern. „Unsere Zielgruppe ist auch die ältere Generation, die sich noch zu fit fühlt, um schon in ein Seniorenheim zu gehen.“

Doch ohne Streit ging die Ausweisung des Baugebietes in den vergangenen zwei Jahren nicht über die Bühne. Eine Bürgerinitiative hatte sich massiv dagegen gewehrt, dass das Areal von drei Seiten erschlossen wird und nicht nur über die Altonaer Chaussee. Die Politik hat anders entschieden, wollte die Belastungen gerechter verteilen. Eine Durchfahrt durch das Gebiet ist aber nicht möglich.

Zoff gab es auch bei den Ausgleichsflächen. Der Investor muss zwar die doppelte Fläche wieder aufforsten, darf aber 50 Prozent der Ausgleichsmaßnahme außerhalb der Stadtgrenzen umsetzen. Er ist in Bönningstedt fündig geworden, wo er pro Quadratmeter deutlich weniger zahlen muss als in Schenefeld. Die von der Stadt angebotene Ausgleichsfläche am Holtkamp für 20 Euro pro Quadratmeter wird der Investor jetzt doch nicht in Anspruch nehmen. „Wir haben in Schenefeld ein Grundstück gekauft und werden dort den Ausgleich vornehmen“, sagte Förster. Eine entsprechende Bürgschaft sei bereits bei der Stadt hinterlegt worden.

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