zur Navigation springen

Hauptstraße in Schenefeld : Tempo 30 ist in weiter Ferne

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

shz.de von
erstellt am 14.Jan.2016 | 16:13 Uhr

Schenefeld | Die Radfahrer dürfen schon bald auf der Hauptstraße fahren, da die Radwegebenutzungspflicht aufgehoben wird. Die Autos werden an den Radlern dann mit Tempo 50 vorbeirauschen. Denn der Versuch der Stadt, auf dem Abschnitt zwischen dem Autal-Kreisel und der Blankeneser Chaussee Tempo 30 einzuführen, droht zu scheitern. Nach Rücksprache mit der zuständigen Verkehrsbehörde des Kreises kommt die Stadt zu dem Ergebnis, dass es „sehr unwahrscheinlich ist, dass Tempo 30 für die Hauptstraße angeordnet werden kann“.

Entscheidender Knackpunkt: Die Hauptstraße im Dorf wird als Hauptverkehrsstraße eingestuft, da das Verkehrsaufkommen mit zirka 10  000 Fahrzeugen pro Tag deutlich über der Grenze von 3000 Fahrzeugen liegt. Tempo 30 auf Hauptverkehrsstraßen ist nur schwer durchsetzbar. Dabei plante die Stadt den großen Wurf. Auf dem zirka 200 Meter langen Abschnitt sind auch bauliche Veränderungen vorgesehen, die Fahrbahnbreite könnte reduziert werden. Die Aufenthaltsqualität sollte verbessert, die Lärmbeeinträchtigung für die Anwohner reduziert werden. Alles hängt an Tempo 30 – und das liegt in weiter Ferne.

Fakt ist: Die Oberflächen sowohl der Fahrbahn als auch der Geh- und Radwege befinden sich nach Einschätzung des Bauamtes in einem „sehr desolaten Zustand“. Der Handlungsdruck ist da, auch weil schon im Frühjahr die vom Kreis Pinneberg angeordnete Aufhebung der Radwegebenutzugspflicht umgesetzt sein soll. Die Stadt hat ein Büro beauftragt, Vorschläge zu machen – für einen Ausbau mit Tempo 50. Aber auch für einen Ausbau mit Tempo 30 zumindest für den Abschnitt zwischen Wurmkamp und Blankeneser Chaussee. Denn für diesen Bereich möchte die Stadt die Karte Schulwegsicherheit spielen und die Geschwindigkeit im unmittelbaren Umfeld der Grundschule Altgemeinde senken.

Die Verwaltung schlägt zudem vor, für ein ganzheitliches Mobilitätskonzept ein neues Verkehrsgutachten für das gesamte Schenefelder Stadtgebiet in Auftrag zu geben, das auch den Schwerlastverkehr und den Fahrradverkehr erfasst. Mit dem Thema beschäftigt sich heute Abend – Beginn: 19 Uhr im Rathaus – der Stadtentwicklungsausschuss.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen