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Hilfe in der Schuldenfalle : Teamwechsel bei der Awo in Schenefeld

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Dana Bogner übernimmt Aufgabe in der Beratungsstelle von Mechtild Kuiter-Pletzer.

Schenefeld | Kompetente Ansprechpartner für Menschen mit Geldsorgen gehören bei der Awo-Schuldnerberatung in Schenefeld traditionsgemäß zum Team. Mechtild Kuiter-Pletzer hat im Büro am Holstenplatz jahrelang Menschen in finanzieller Not beraten. Nachdem der Leiter der Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatung im Kreis Pinneberg Michael Danker, Anfang diesen Jahres verstarb, übernahm die erfahrene Beraterin Kuiter-Pletzer seinen Posten.

Mit Dana Bogner gelang es nun, Kuiter-Pletzers vorherige Stelle in Schenefeld neu zu besetzen. „Wir sind froh, dass wir in Frau Bogner eine kompetente Mitarbeiterin gefunden haben“, freute sich die Chefin der Schuldnerberatung des Kreises. Es sei dem Team ein großes Anliegen, die Schenefelder, Halstenbeker und Rellinger über diese Tatsache zu informieren.

Bogner war bereits jahrelang bei verschiedenen Bildungsträgern – wie an der Universität Hamburg – tätig. Die 38-Jährige verfügt über ein abgeschlossenes Psychologie-Studium und arbeitete zudem zehn Jahre lang in der Medienbranche. Bei ihren Tätigkeiten für diverse Bildungsträger half sie Langzeitarbeitslosen dabei, sich wieder einzugliedern. Darüber hinaus war sie wichtige Ansprechpartnerin für Jugendliche und unterstützte sie, erneut in Lohn und Brot zu kommen. Sie half ratsuchenden Menschen, Sucht- und Schuldenprobleme in den Griff zu bekommen. „Dabei handelt es sich um das gleiche Klientel, mit dem wir es hier auch zu tun haben“, erläuterte Mechtild Kuiter-Pletzer.

Die Schuldnerberaterinnen treffen bei ihrer Arbeit des Öfteren auf Menschen, deren Leben anders verläuft, als sie es ursprünglich planten. So kommt es häufig vor, dass sich die Lebensumstände der betroffenen Menschen infolge von Arbeitslosigkeit, Krankheit und Scheidung verändern. „Auch Familienzuwachs sorgt häufig für finanzielle Nöte“, weiß Kuiter-Pletzer. Die Herausforderung der Tätigkeit bestehe darin, sich jeden Tag auf Menschen mit ganz unterschiedlichen Problemen einzulassen.

Zuwachs bei der Gruppe, die unter körperlichen und psychischen Problemen leidet

Die Expertinnen verzeichnen einen großen Zuwachs bei der Gruppe, die unter körperlichen und psychischen Problemen leidet. „Immer häufiger kommen Rentner vorbei“, berichtete Bogner. Sie schafften es nicht mehr, ihre monatlichen Ausgaben zu decken. „Wir vermuten, diese Gruppe hier in Zukunft vermehrt anzutreffen“, erläutert Kuiter-Pletzer. Häufig nutzen Frauen die Beratungsstelle, denen die Spezialistinnen helfen, ihren Haushalt so zu planen, dass am Ende des Monats noch Geld übrig bleibt. Mit den Flüchtlingen rechnen die Frauen schließlich künftig mit einem weiteren Beratungsbedarf in Schenefeld.

Das Spektrum der Awo-Schuldnerberater in den Stellen Schenefeld, Wedel, Pinneberg und Elmshorn ist breit gefächert. Es reicht von der Erstellung eines Haushaltsplans bis hin zur Hilfe bei der Neuordnung des Budgets. „Wir beraten alle Menschen, die Fragen rund um eingegangene Schuldverpflichtungen haben und begleiten Menschen auch in die Verbraucherinsolvenz“, so Bogner. Dabei handelt es sich um ein Instrument für das Entschuldungsverfahren. „Es hilft dabei, Licht am Ende des Tunnels zu sehen und – irgendwann schuldenfrei zu sein“. Weitere Informationen gibt es unter Telefon 040-83099664. Das Büro der Awo-Schuldnerberatung Schenefeld liegt am Holstenplatz 6.
 

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