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Schenefelder Tageblatt

22. Oktober 2017 | 21:49 Uhr

Tafel hilft schon 248 Menschen

vom

shz.de von
erstellt am 22.Mai.2013 | 01:14 Uhr

Schenefeld | Mit 41 "Kunden" war die Schenefelder Tafel am Eröffnungstag am 6. Dezember 2012 gestartet. Nach einem knappen halben Jahr hilft das Team schon 248 hilfsbedürftigen Menschen. Über das Vorzeigeprojekt informierte Vereinschef Mathias Schmitz jetzt die Politiker im Sozialausschuss.

248 Kunden: Für Schmitz auf der einen Seite eine erfreuliche Zahl, weil sie dokumentiert, dass die Tafel die Menschen erreicht, dass sie angenommen wird. Auf der anderen Seite aber auch eine "bedenkliche Zahl", weil sie dokumentiere, wie viele Menschen auf Hilfe angewiesen sind. "Armut hat viele Gesichter und viele Facetten", lautet ein Fazit von Schmitz. 140 bis 160 Lebensmitteltüten für jeweils einen Euro werden pro Woche ausgegeben. Noch sei das Lebensmittelangebot sehr groß.

Der erste Ansturm ist vorbei. Pro Ausgabetag verzeichnet die Tafel im Osterbrooksweg 13 aber noch zwei bis drei Neuanmeldungen. Etwa 25 Nutzer kommen laut Schmitz inzwischen aus Halstenbek. Die Gemeinde hatte Ende März extra einen Busshuttle eingerichtet, der die Bedürftigen nach Schenefeld bringt.

Schmitz lobte noch einmal ausdrücklich die große Spendenbereitschaft von Firmen und Bürgern - und der Stadt, die dem Verein 10 000 Euro als Anschubfinanzierung gegeben hatte. Allein die Kühlzelle, die dem Verein gespendet wurde, hat einen Wert von 5000 Euro. Finanziell ist laut Schmitz zurzeit alles im grünen Bereich: "Wir konnten die Ausgaben um 4000 Euro reduzieren und die Einnahmen um 4000 Euro erhöhen." Fakt ist: Die Tafel ist auch in Zukunft auf Spenden angewiesen.

Auch wenn das Tafel-Team mit der Mitgliederentwicklung zufrieden ist - im Sommer soll eine Offensive gestartet werden, um die Zahl von 125 Mitstreitern noch deutlich zu erhöhen. "Wir wollen die Tafel in der Bevölkerung noch stärker verankern", gibt Schmitz die Marschrichtung vor. Auch die Suche nach Sponsoren soll intensiviert werden. Mit dem Unternehmen Rewe ist die Aktion "Kauf eins mehr" geplant. Im Kassenbereich können die Kunden langlebige Lebensmittel in eine Tafel-Box legen.

Geradezu ins Schwärmen gerät der Vereinschef, wenn er von seinen aktiven Helfern, von seinem Team berichtet. 60 Bürger packen mit an, 40 sind regelmäßig im Einsatz, holen Lebensmittel ab, sortieren und verteilen sie. Schmitz: "Keiner ist bisher abgesprungen. Das ist wirklich faszinierend."

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