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Schenefeld : Startschuss für die „Solarstadt“

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Ambitioniertes Projekt der Grünen: Die ganze Stadt soll in Solar-Boot geholt werden. 50.000 Euro Anschubfinanzierung sind nötig.

Die Energiewende in Deutschland: Schenefeld soll seinen Beitrag leisten – sagen die Grünen. Ratsherr Jochen Ziemann hat im Energieausschuss ein ambitioniertes Projekt vorgestellt. Überschrift: „Solarstadt“ Schenefeld. „Die Arbeit muss in den Kommunen gemacht werden. Das größte Potenzial haben in Schenefeld Photovoltaikanlagen“, betonte Ziemann.

Über den Dächern von Schenefeld soll in Zukunft mit Hilfe der Sonne Energie erzeugt werden. Das ehrgeizige Ziel des Solarprojektes: bis zum Jahr 2020 den Anteil der regenerativen Energien an der Stromproduktion auf 35 Produzent zu steigern. Privathaushalte, Firmen, öffentliche Einrichtungen: Die Grünen möchten ganz Schenefeld mit ins Solar-Boot holen. Ziemann verwies auf die Städte Kiel und Kaiserslautern, in denen solche Projekte erfolgreich laufen.

Grundsätzlich ziehen die anderen Fraktionen mit. Klaus Brüning (CDU) warnte jedoch davor, Subventionen aus dem Etat der Stadt für die Realisierung zur Verfügung zu stellen. „Das Projekt muss sich wirtschaftlich rechnen.“ Für die Anschubfinanzierung sollen zunächst 50 000 Euro zur Verfügung gestellt werden. CDU-Fraktionschef Hans-Jürgen Rüpcke könnte sich vorstellen, eine Musteranlage in Schenefeld aufzubauen. Es gehe heutzutage nicht mehr um die Einspeisevergütung, sondern um den Eigenverbrauch.

Ziemann plädiert dafür, ein Solardachkataster für das gesamte Stadtgebiet zu erstellen. „Dann können sich Hausbesitzer schnell und unkompliziert informieren, ob ihr Dach für eine Solaranlage geeignet ist“, betonte der Grünen-Politiker. Laut Ziemann könnte die Stadt Bauherren auch finanziell unterstützen, um sicherzustellen, dass sich Solaranlagen auf Privatdächern wirtschaftlich betreiben lassen. Die Banken sollen ermutigt werden, ein Sonderkreditprogramm für Solaranlagen anzubieten. „Solarstadt“ Schenefeld: Die Grünen haben den Stein ins Rollen gebracht. Jetzt muss der Finanzausschuss Geld genehmigen.

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