Start der neuen Krippe erst 2019

Wie von Christo verpacktsteht sie da: Die neue Krippe der Awo an der Lindenallee. Im Februar soll das Gebäude von außen verputzt werden.
Wie von Christo verpacktsteht sie da: Die neue Krippe der Awo an der Lindenallee. Im Februar soll das Gebäude von außen verputzt werden.

Eröffnung soll gemeinsam mit der Übernahme durch einen neuen Träger erfolgen / Bau bereits im April fertig

shz.de von
20. Januar 2018, 16:00 Uhr

Die Bauarbeiten an der neuen, am alten Gebäude angebauten Krippe der Awo in der Lindenanllee in Schenefeld gehen gut voran. Helge Feber vom Bauamt berichtete den Mitgliedern des Ausschusses für Bauen und Feuerwehr am Donnerstagabend von den Fortschritten. Unklar ist jedoch, wann die Räume der Krippe genutzt werden.

Momentan stehen Lüfter in der neuen Krippe, um die Feuchtigkeit zu vertreiben. Der Außenputz soll Mitte Februar kommen, im März ist der Fußboden dran. Laut Feber soll die Einrichtung Mitte April bezugsfertig sein. Allerdings sei noch nicht klar, ob die Krippe vor dem 1. Januar 2019 eröffnet wird. Der Grund: Die Awo hatte die Trägerschaft zum Ende des Jahres 2018 gekündigt (unsere Zeitung berichtete). Bis dahin ist sich die Verwaltung noch nicht einig, was in der Zwischenzeit mit den fertigen Räumen passieren soll. Die Suche nach einem neuen Träger läuft. Es gibt mehrere Bewerber. Damit alles in einer Hand sei, eigne sich ein späterer Termin für die Eröffnung besser, sagte Feber. Sollte die Krippe längere Zeit leer stehen, drohten jedoch Legionellen durch das stagnierende Wasser.

Bürgermeisterin Christiane Küchenhof (SPD) sprach gestern Klartext. Sie gehe davon aus, dass der Start der Krippe erst im Januar 2019 erfolgt – gemeinsam mit dem Beginn der neuen Trägerschaft. Dies sei jedoch auch auf jeden Fall der späteste Termin. Für eine frühere Eröffnung wolle sie keine falschen Hoffnungen wecken. „Es ist sehr bedauerlich, dass sich das nun verzögert“, sagte sie.

Aus Sicht der Awo mache es keinen Sinn, für wenige Monate zusätzliches Personal einzustellen, um die Krippe selbst zu betreiben, befand die Bürgermeisterin. Auch eine vorübergehende Nutzung von der Awo-Kita sei nicht notwendig. „Es gibt dort bereits genug Platz“, sagte Küchenhof.

Der Bedarf für weitere Betreuungsplätze im Krippenbereich sei jedoch eindeutig vorhanden. „Wir hoffen, dass wir den Bedarf trotzdem decken können.“

Zuletzt wurden 100 Kinder in Schenefeld in Krippen betreut, 51 durch die Tagespflege. Die Bedarfsdeckung liegt damit bei 46 Prozent. 45 Kinder zwischen ein und drei Jahren, die somit einen Rechtsanspruch auf einen Platz haben, standen auf der Warteliste für einen Platz in der Kommune. An der Lindenallee entstehen 20 neue Plätze.

Sollte die Kita längere Zeit leer stehen, müssten die Rohre regelmäßig durchgespült werden, um Legionellen entgegenzuwirken. „Das machen wir auch in den Sporthallen, wenn Ferien sind und sie nicht genutzt werden. Das ist kein Problem“, so Küchenhof.

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