Kunstreis : Stadtzentrum Schenefeld: 150 Miniaturen präsentiert

Die Vorsitzende des Kunstkreises Ursula Wientapper freute sich, in ihrer Galerie Werke von Jörg de Wolff zu zeigen.
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Die Vorsitzende des Kunstkreises Ursula Wientapper freute sich, in ihrer Galerie Werke von Jörg de Wolff zu zeigen.

Jörg de Wolff zeigt Miniaturen mit Hintersinn in der Galerie des Kunstkreises im Schenefelder Stadtzentrum.

shz.de von
20. November 2017, 12:30 Uhr

Schenefeld | Jörg de Wolff hat bereits zum zweiten Mal seine Miniaturen mit Hintersinn in den Räumen des Kunstkreises präsentiert. Das Motto lautet „Worte in 3D“. Die Vorsitzende des Kunstkreises Ursula Wientapper schaute im vergangenen Jahr bei de Wolff in Halstenbek vorbei und zeigte sich von dessen Sammlung an Kunst-Objekten beeindruckt. Insgesamt 150 größere- und vor allem kleinere Kunst-Objekte präsentiert der pensionierte Ingenieur in den im ersten Stock gelegenen Galerieräumen im Stadtzentrum . „Hier gefällt mir alles“, bilanzierte Besucher Ben Kelting.

Rotes Mini-Kleid und Vesper-Liebe

Jörg de Wolff kreierte seinen ersten, mit filigranen Bestandteilen und Figuren gefertigten Schaukasten anlässlich des 60-jährigen Geburtstags seiner Frau. „Ich habe dort die Geschichte unserer Ehe, vom Kennenlernen bis hin zum Geburtstag, dargestellt“, berichtet der Künstler. Seine Gattin bildete er im roten Mini-Kleid- und sich selbst mit seiner Vesper ab. „Wir haben uns ganz nobel in einer Diskothek in Othmarschen kennen gelernt“, verriet de Wolff.

Da sich die Ehefrau so gefreut hatte, blieb er am Ball und kreierte weitere Objekte. Seine Ideen stammen aus dem Alltag sowie aus dem Fernsehen und haben häufig einen satirischen und politischen Hintergrund.

US-Präsident Donald Trump beim Sonnenfinsternis-Himmel.
Frauke Heiderhoff
US-Präsident Donald Trump beim Sonnenfinsternis-Himmel.
 

Beim Werk „Totale Sonnenfinsternis“ hat de Wolff eine Szene mit Trump aus der Zeitung entnommen und gerahmt. Sie zeigt die Shilouette des amerikanischen Präsidentenkopfes am Sonnenfinsternis-Himmel, während die am Boden stehenden Bürger ihre Lichtfackeln hoch in Richtung des Kopfes strecken. Unter dem Bild befindet sich ein weiterer Kasten mit der Aufschrift „Ich seh schwarz“. Beim Schauen in die Zigarrenkiste mittels Luke erhält der Betrachter weitere „finstere Ansichten“ auf Trumps Schädel.

Des Weiteren finden sich verschiedene Szenen aus der maritimen Welt mit Booten, King-Kong auf dem Emipire-State-Building sowie eine Berglandschaft mit sieben aus Dübeln gearbeiteten Bergen und Schneewittchen. Der Künstler arbeitet bei seinen, teils mit LED-Technik ausgestatteten, Werken detailgetreu. Ein Kasten zeigt das Schlafzimmer des Paares, das dem daneben stehenden Foto verblüffend ähnelt.


Kunstwerke sind nicht zu kaufen
 

Der passionierte Zigarrenraucher begann nach dem Ende seiner beruflichen Laufbahn Zigarrenkisten mit „Szenen aus dem Leben“ zu füllen. Diverse Utensilien für seine Objekte kauft er im Schenefelder Geschäft „Mein Bastelfreund“. Dem Inhaber hat er zum Dank bereits ein Objekt geschenkt. Seine dort erworbenen Utensilien bewahrt de Wolff in seinem Bastelkeller auf. Das Besondere an seiner Kunst ist auch, dass sie nicht käuflich ist. Deshalb freuten sich zwei Vernissage-Besucher, im Zuge einer Verlosungsaktion jeweils ein Unikat zu gewinnen.

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