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Schenefelder Tageblatt

22. September 2017 | 19:12 Uhr

Infrastruktur : Stadt will an die Radwege ran

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Stadtplaner Ulf Dallmann spricht von abenteuerlichen Zuständen. Zu wenige Maßnahmen des Radverkehrskonzeptes aus dem Jahr 2009 wurden bis heute umgesetzt.

shz.de von
erstellt am 29.Apr.2014 | 06:00 Uhr

Schenefeld | Schenefeld ist die Stadt der kurzen Wege. Tendenziell sind alle Ziele bequem mit dem Rad erreichbar. Doch immer noch befinden sich viele Radwege nach Auskunft von Stadtplaner Ulf Dallmann „in einem abenteuerlichen Zustand“. Von den insgesamt 24 geplanten Maßnahmen, die im Radverkehrskonzept aus dem Jahr 2009 aufgeführt worden waren, wurden bis heute nur wenige umgesetzt. Ziel bleibt es jedoch, die Situation für Radfahrer so schnell wie möglich zu optimieren. Das Verkehrskonzept soll überarbeitet werden.

Dallmann erkundete die Stadt auf eigene Faust und präsentierte seine Einschätzungen im Stadtentwicklungsausschuss. Für eine Bestandsanalyse fuhr der Stadtplaner alle Radwege ab und nahm besonders die Hauptverkehrsachsen unter die Lupe. So ging es vom Kiebitzweg über die Lornsenstraße und den Osterbrooksweg bis hin zu Hauptstraße und Borgfelde. „An einzelnen Stellen im Osterbrooksweg fliegen uns bald die Steine um die Ohren“, informierte der Stadtplaner. Insgesamt entdeckte Dallmann viele „chaotische Regelungen“ – beispielsweise einen mitten auf dem Radweg platzierten Baum. Bei Harry Brot am Kiebitzweg sei der Radweg nur „gefühlte 40  Zentimeter“ breit. Ein „viel zu breiter“ Radweg befände sich hingegen am Blockhorn.

CDU-Fraktionschef Hans-Jürgen Rüpcke bezeichnete die Hauptstraße „als Kernproblem“. Man bekomme hier jedoch die Lastwagen nicht von der Straße. Wenn behindernde Bäume auf Fahrradwegen stünden, gelte es, „alte Zöpfe“ in Form der Bäume „abzuschneiden“.

Holm Becker (CDU) sprach sich gegen die andiskutierten Schutzstreifen auf den Straßen aus, die von Radfahrern genutzt werden können. „Das sind Todesstreifen“, fand Becker drastische Worte. Es sei sinnvoll, Fahrradstreifen mit Mindestbreiten einzuführen. Fahrradfahrer Michael Behrens (Grüne) widersprach. „Auf den so genannten Todesstreifen in Rellingen geht es mir gut.“ Konkrete Vorhaben wurden noch nicht auf den Weg gebracht. Die Politiker wollen sich zunächst vor Ort an den neuralgischen Radverkehrspunkten informieren.

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