zur Navigation springen
Schenefelder Tageblatt

17. August 2017 | 17:40 Uhr

Stadt wehrt sich gegen Parksünder

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Ausschuss Wortwechsel über Verkehr

Rasende Eltern, Parksünder und Verkehrsrowdys: Sie alle bekamen ihr Fett weg während der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt im Rathaus am Donnerstagabend. Ordnungsamtsleiter Axel Hedergott war Gast in dem Ausschuss, um Anfragen der Fraktionen rund um das Thema Verkehr zu beantworten.

Im Juli vergangenen Jahres hatte die Politik auf Initiative der CDU eine Anfrage an den Kreis Pinneberg gestellt, ob nachts eine Tempo-30-Regelung auf allen Hauptverkehrsstraßen in Schenefeld möglich sei. Das Ansinnen werde noch vom Kreis Pinneberg geprüft, informierte Hedergott. Für die gewünschte Tempo-30-Regelung vor der Grundschule Altgemeinde an der Blankeneser Chaussee gab es hingegen Neuigkeiten vom Kreis. Der Ordnungsamtsleiter rechnet mit einem positiven Bescheid Ende Mai/Anfang Juni.

Ein weiteres Thema waren die sogenannten Fluchtlücken. Die CDU sprach sich dafür aus, die Halteverbotszonen für einen besseren Verkehrsfluss und bessere Sicht zu erweitern. Die betroffenen Straßen Swatten Weg, Friedrich-Ebert-Allee, Mühlenstraße, Bogenstraße, Borgfelde und Moorweg hatte das Ordnungsamt laut Hedergott deshalb genau unter die Lupe genommen. Jedoch sieht die Behörde keinen Anlass, die bestehenden Regelungen zu ändern. Die parkenden Autos dienten erfolgreich der Verkehrsberuhigung. Holm Becker (CDU) merkte daraufhin an, dass es auf der Friedrich-Ebert-Allee an der Bushaltestelle aufgrund der parkenden Autos häufig zu kritischen Situationen komme. Dennoch hielt Hedergott die wechselseitigen Halteverbote auch dort nicht für bedenklich. Weder die Friedrich-Ebert-Allee, noch die anderen geprüften Straßen seien Unfallschwerpunkte. Der Vorwurf von Hans-Detlef Engel(CDU), „ob denn erst ein Unfall passieren müsste“, ließ er nicht gelten und wertete dies als „Totschlagargument“.


Rasende Eltern vor den Schulen


Ein Dorn im Auge war dem Ordnungsamtsleiter allerdings falsch parkende Autos. Teilweise werde auf Gehwegen geparkt, die Fußgänger und Radfahrer würden so massiv behindert. Das Ordnungsamt werde hier verstärkt kontrollieren. Er wolle zwar keine Jagd in der Bevölkerung auf Falschparker starten, jedoch sei es möglich, solche Vorkommnisse zu melden. „Es gibt Situationen, wo man dieser Dreistigkeit Einheit gebieten muss.“

Kritisch sah Hedergott das Verhalten einzelner Eltern, die ihre Kinder morgens noch schnell bei der Schule abliefern und dabei die erlaubte Geschwindigkeit überschreiten würden. Die Schenefelder Polizei hat auf Nachfrage unserer Zeitung dieses Problem an den Schulen noch nicht festgestellt. So gut wie jeden Tag seien Beamten zur Schuwegsicherung morgens vor Ort. In dem Zuge würden allerdings Verstöße natürlich geahndet, so die Polizei. Ausschussvorsitzender Mathias Schmitz (Grüne) appellierte beim Thema Rasen an die Fraktionen, sich an die Bundesparteien zu wenden. Diese hätten die Möglichkeit, Strafen zu verschärfen.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 29.Apr.2017 | 16:46 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen