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Keim-Drama : Stadt tauscht Leitungen in Krippe aus

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Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Bakterien in den Leitungen belasten das Wasser der Krippe an der Bogenstraße. Desinfektionsversuche sind gescheitert.

shz.de von
erstellt am 02.Mai.2014 | 16:00 Uhr

Schenefeld | Jetzt also doch: Die Stadt wird die Trinkwasserleitungen im Krippen-Neubau an der Bogenstraße komplett austauschen. Das bestätigte am Mittwoch Bauamtschef Günther Leimert. Seit Februar kämpft die Stadt gegen gesundheitsgefährdende Bakterien im Trinkwasser. Drei Desinfektionsversuche waren gescheitert. Die Keimanzahl konnte zwar deutlich reduziert werden, die von der Aufsichtsbehörde des Kreises geforderte Null wurde aber nicht erreicht. Die nagelneue Krippe wurde nicht freigegeben.

Zuletzt wurde eine thermische Desinfektion ins Auge gefasst. Davon hat die Stadt laut Leimert jetzt Abstand genommen. Der Aufwand sei sehr hoch und es sei nicht sicher, dass eine Spülung mit über 70 Grad heißem Wasser auch den gewünschten Erfolg brächte. Auch die Zeit spielt eine Rolle. Bei einer Kontrolluntersuchung vier Wochen später müsste die Keimbelastung des Wassers erneut Null betragen. Die Stadt will auf Nummer sicher gehen – und aufs Tempo drücken. Die neuen Trinkwasserleitungen werden nicht im Boden, sondern an der Decke verlegt. Spätestens am 1. August soll die Krippe endlich den Betrieb aufnehmen. Der Bauamtschef hofft, dass es schneller geht.

Die genauen Kosten stehen noch nicht fest. Sie könnten laut Leimert bis zu 20.000 Euro betragen. Die Stadt geht davon aus, dass ein Teil der Mehrkosten von den Versicherungen übernommen wird. Wie berichtet, war es beim Bau der Krippe zu einem kapitalen Wasserschaden gekommen, als Handwerker die Fußbodenheizung anbohrten. Das Wasser stand wochenlang in den Leitungen.

20 Krippenplätze sind an der Bogenstraße entstanden. Seit Monaten wird vor Ort improvisiert. Zwölf Kinder werden zurzeit in provisorischen Räumen betreut. Kita-Leiterin Sabine Jacobsen hatte im März einen Aufnahmestopp verhängt.

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