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Schenefelder Tageblatt

24. Oktober 2017 | 04:34 Uhr

Projekt : Stadt kämpft gegen Schul-Vandalen

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Vandalismus ist an den Schulen an der Tagesordnung – auch in Schenefeld. Neues Projekt soll helfen, die Anzahl der Beschädigungen zu reduzieren.

shz.de von
erstellt am 09.Mai.2014 | 12:00 Uhr

Schenefeld | Red-Bull-Dosen, die Toiletten verstopfen. Beschmierte Wände. Zerstörte Tische, zerstörte Stühle. Vandalismus ist an den Schulen an der Tagesordnung – auch in Schenefeld. Die Kosten für die Beseitigung der Schäden sind in den vergangenen Jahren laut Rathausmitarbeiterin Arlette Janson-Hagebölling stetig gestiegen. Vor allem am Schulzentrum Achter de Weiden. An allen vier Schenefelder Schulen lagen die Vandalismusschäden 2013 bei zirka 30.000 Euro. Die Stadt und die Schulen wollen jetzt gemeinsam gegensteuern – mit einem Belohnungssystem. Gelingt es den Schulen, die Vandalismusschäden um einen vorher festgelegten Betrag zu reduzieren, erhalten sie als Bonus die Hälfte des eingesparten Geldes. Das muss dann zweckgebunden für die Verschönerung des Schulgebäudes eingesetzt werden. Stadt und Schulen würden finanziell profitieren.

Über diesen Vorschlag wird am 15. Mai der Schulausschuss beraten. Stimmt er zu, soll das Projekt schon zum neuen Schuljahr starten.

„Wir wollen einen positiven Anreiz für die Schüler und Schülerinnen setzen“, betont Janson-Hagebölling. Das Ziel: Die Kinder und Jugendlichen sollen mehr Verantwortung an ihrer Schule übernehmen, ein Bewusstsein dafür entwickeln, pfleglicher mit ihrer Schuleinrichtung umzugehen.

Das Belohnungssystem: Es ist ein Versuchsballon, den die Stadt starten lassen möchte. Das räumt Janson-Hagebölling ein. „Wir wissen nicht, ob es funktioniert.“

Bisher ist es nicht gelungen, dem Vandalismus an den Schulen Herr zu werden. Obwohl Eltern zahlen müssen, wenn ihren Kindern die Beschädigungen zweifelsfrei nachgewiesen werden können. Obwohl die Schulordnungen auch Verhaltensregeln in puncto Sauberkeit, Ordnung und Umgang mit Schuleigentum enthalten. Obwohl es bereits Projekte gibt, die den Vandalismus eindämmen sollen. Obwohl die Kinder weitestgehend von den Lehrkräften beaufsichtigt werden.

Die meisten Taten werden laut Janson-Hagebölling in den Bereichen registriert, in denen sich die Schüler unbeobachtet fühlen – den Sanitäranlagen.

Das Belohnungssystem funktioniert nach dem Vorbild des Energieeinsparprojektes „Fifty-Fifty“: An den Schulen wurden die Energiekosten gezielt gesenkt. Die Schüler übernahmen Verantwortung. 50 Prozent der eingesparten Kosten durften die Schulen behalten. Ein Erfolgsmodell.
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