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Schenefelder Tageblatt

23. August 2017 | 12:32 Uhr

Schenefeld : Sprache – ganz leicht gemacht

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Stadt, Lebenshilfe und AG Barrierefreiheit setzen ein Zeichen für Inklusion. Informationen werden durch Bilder verständlicher aufbereitet.

Schenefeld | Einfach, klar, verständlich: Schenefeld übernimmt in puncto Inklusion eine Vorreiterrolle. In Zukunft sollen wichtige Informationen sprachlich so aufbereitet werden, dass sie auch für Menschen mit Behinderung einfach zu verstehen sind. Es geht beispielsweise um die Sprechstunden von Bürgermeisterin Christiane Küchenhof, Bürgervorsteherin Gudrun Bichowski und Schiedsmann Kai Schüler. Es geht um die Versteigerung und die Einwohnerversammlung. Um Termine, die immer wieder kehren.

Leichte Sprache: Damit haben sich die AG Barriererfreiheit und die Lebenshilfe Schenefeld in den vergangenen Wochen intensiv beschäftigt. Das Ergebnis wird schon bald in den sieben öffentlichen Schenefelder Schaukästen zu sehen sein. Bunte Bilder und Piktogramme werden lange Textpassagen ablösen. „Ziel war es, die Informationen auf das Notwendigste zu beschränken“, sagt Bernd Stehrenberg von der Lebenshilfe. Thema, Uhrzeit und Ort werden in Zukunft durch die Sprache der Bilder transportiert, ergänzend zu ganz kurzen Textinformationen.

Der Anstoß für das Projekt kam aus dem Rathaus. Friederike Pavenstedt von der AG Barrierefreiheit hatte auf die Sprachbarrieren hingewiesen. Die Bürgermeisterin griff die Idee auf – und wusste sie bei der Lebenshilfe und der AG in sehr guten Händen.

Küchenhof sprach gestern bei der Präsentation von einem „tollen Anfang“ und „vielen guten Anregungen“. Sie sicherte zu, diese auch kurzfristig umzusetzen. In den Bereichen, in denen es geht. Sie wies aber darauf hin, dass die Stadt bei Veröffentlichungen rechtliche Vorgaben beachten müsse. Nicht alles könne in leichte Sprache „übersetzt werden“. Sprache als Barriere: Das soll in Schenefeld die Ausnahme sein. Denn nicht nur Menschen mit Behinderung, sondern auch Ältere und Personen, für die Deutsch eine Fremdsprache ist, sollen von dem Projekt profitieren.

Auch der Seniorenbeirat ist mit im Boot. „Fantastisch. Das hilft wirklich “, sagte der Vorsitzende Eckhard Vogelgesang.

Die „ Leichte Sprache“ vereinfacht Inhalte auf das Wchtigste und Einfachste, um sie auch für Menschen mit Behinderung verständlich aufzubereiten. So sollen stehts kurze, bekannte Wörter genutzt werden, die in kurzen Sätzen zusammenfasst werden. Außerdem ist der Satzbau einfach gehalten und nicht durch eingeschobene Nebensätze gestreckt. Die Schrift ist, um leicht erkennbar zu sein, groß und klar geschrieben. Es werden Bilder und Symbole genutzt, um Inhalte noch einfacher darzustellen und zu verdeutlichen. Nicht nur die Lebenshilfe sondern auch die Bundeszentrale für politische Bildung stetzt sich für die „Leichte Sprache“ im Rahmen der Politik ein. Auf der Internetseite der bpb, werden politische Themen wie Europawahl und andere politische Themen in „leichter Sprache“ erklärt.
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erstellt am 26.Aug.2014 | 10:00 Uhr

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