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Schenefeld : Sportvereine wollen ihre Kräfte bündeln

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Podiumsdiskussion im Stadtzentrum: Vereine beklagen mangelnde Unterstützung aus der Politik.

shz.de von
erstellt am 20.Jan.2014 | 12:00 Uhr

Wie kann die Zukunft des Sports in Schenefeld gesichert werden und was kann die Politik dafür tun? Die Fragen stellten sich Vertreter der drei größten Sportvereine in Schenefeld – Frank Böhrens, Geschäftsführer von Blau-Weiß 96, Dr. Silke Eckmann, Vorsitzende des Elbdörfer und Schenefelder Reitervereins, und Stephan Hürten, Vorsitzender des Schenefelder Tennisclubs, sowie Politiker der Stadt. Das Motto der Podiumsdiskussion im Stadtzentrum lautete „Sport vor Ort – Das bewegt Schenefeld“.

Die Moderation übernahm der Sportjournalist Christian Pletz, der auch das Publikum in die Diskussion miteinbezog. „Die Vertreter der Vereine und der Politik haben sich heute Sport auf die Fahne geschrieben“, begann Pletz die Diskussionsrunde.

Nachdem alle drei Vertreter der Vereine ihre momentane Situation dargestellt haben, schien es für die Besucher fast so, als sei der Sport in Schenefeld gesichert. Schließlich sagte auch Gerd Schwarz von den Grünen: „Schenefeld ist eine sehr sportliche Stadt und gut aufgestellt.“ Doch Böhrens warnte vor der Zukunft: „Es gibt schon einige Probleme innerhalb der Vereine. Zur Zeit mag Schenefeld ja gut aufgestellt sein, doch die Zukunft muss auch beachtet werden. Wir müssen uns die Frage stellen, wie gute Strukturen weiterhin beibehalten werden können. Bei einer netten Diskussionsrunde blieb es jedoch nicht. Denn es rieselte auch Kritik auf die Politik. „Es kann doch nicht sein, dass ich ins Rathaus komme und da von einem zum anderen geschickt werde. Wir bekommen insgesamt zu wenig Unterstützung von der Stadt“, beschwerte sich Eckmann.

Ein großer Knackpunkt der Sportvereine wird auch die offene Ganztagsschule werden, darin sind sich alle einig. „Man hat gar keine andere Chance, als die Kräfte zu bündeln und mit den Schulen zu kooperieren“, betonte Schwarz. Erste Bündnisse gibt es bereits beim Tennisclub und Blau-Weiß 96. Der Reitverein tut sich jedoch noch etwas schwer. „Eine Kooperation ist für uns nicht einfach. Wir haben schon erste Versuche gemacht, wurden jedoch abgelehnt“, erzählte sie.

Fazit der Diskussionsrunde: Nachdem sich die drei Vertreter der größten Vereine in dieser Runde zum ersten Mal gesehen haben, lud Hürten die beiden anderen zu einem kleinen Tennis-Match ein. Außerdem soll ein „Jour Fixe“ eingeführt werden. Eine klare Bitte an die Politik gab es am Ende auch noch. „Ich hätte unglaublich gerne einen festen Ansprechpartner im Rathaus“, sagte Eckmann abschließend.

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