Sommerliche Klangwelten

Die 23-jährige Kathrin Herwanger wird mit ihrem Solospiel am Cello das Konzert bereichern.
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Die 23-jährige Kathrin Herwanger wird mit ihrem Solospiel am Cello das Konzert bereichern.

Schenefelder Stephansorchester spielt Konzert am Wochenende / Altbekannte und neue Werke im Gepäck

shz.de von
07. Juni 2018, 16:59 Uhr

Freunde der klassischen Musik kommen am Wochenende auf ihre Kosten. Das Orchester der Stephanskirche Schenefeld spielt unter der Leitung des Dirigenten Gibts Racenis sein traditionelles Sommerkonzert mit zwei besonderen Leckerbissen. Zum einen wird das „Cellokonzert“ aus dem Jahr 1850 des deutschen Komponisten und Dirigenten Robert Schumann (1810 bis 1856) dargeboten. Zum anderen der „Poetische Spaziergang“ des weitgehend unbekannten niederländischen Komponisten Jan Willem Frans Brandts-Buys (1868 bis 1933). Das Stück entstand im Jahr 1931. Als Solistin wird Kathrin Herwanger auftreten und ihr Können am Cello zeigen.

„Wir sind immer auf der Suche nach ungewöhnlichen Stücken, wollen unser Repertoire interessant gestalten“, erklärt Reinhold Gahlmann aus dem Vorstand des Orchesters. Auf den Komponisten Brandts-Buys sei er über Umwege gekommen. „Viele bekannte Komponisten wie zum Beispiel Johannes Brahms schwärmten für ihn. Für uns als Orchester und das Publikum sind die Kompositionen eine Bereicherung“, schildert Gahlmann. „Das Werk zeichnet sich durch besondere Rhythmik aus.“ Der „Poetische Spaziergang“ des niederländischen Komponisten ist in musikalische Kapitel aufgeteilt. „Die Besucher des Konzerts kommen so in den Genuss eines Spaziergangs durch sommerliche Klangwelten“, führt Gahlmann weiter aus. Zum Träumen einladen werden dann zum Beispiel die Passagen „Vorüberziehendes Gewitter“ oder „Ein Wunderlicher Passant“. Besonders sei laut Gahlmann außerdem, dass die komponierte Musik von Frandts-Buys eher in das Genre der Spätromantik als in das zeitgenössische einzuordnen ist. Das „Cellokonzert“ von Schumann entstand innerhalb einer Woche und gilt bis heute als eines der bekanntesten Werke für Cello. Mit einer zweiten Fassung erweiterte Schumann das Stück für ein Orchester.

Als Solistin wird die erst 23-jährige Cellistin Kathrin Herwanger auftreten. Trotz ihres jungen Alters kann sie eine Menge Erfahrung vorweisen. Schon früh erhielt sie Unterricht an der Musikhochschule Nürnberg. Seit 2009 ist die Studentin Mitglied und Solocellistin des Jugendsinfonieorchesters die jungen Fürther Streichhölzer. Seit 2016 ist Herwanger Mitglied der Jungen Deutschen Philharmonie.

Das Konzert, für das der Eintritt frei ist, beginnt am Sonnabend, 10. Juni, um 18 Uhr in der Stephanskirche, Hauptstraße 39 in Schenefeld. Der musikalische Abend wird von der Stadt Schenefeld und dem Kreis Pinneberg unterstützt.

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