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Schenefelder Tageblatt

23. Oktober 2017 | 03:44 Uhr

Schenefeld : Skulpturen im Rathaus

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Die Kunstwerke sind noch bis zum 26. Oktober im Rathaus zu sehen.

shz.de von
erstellt am 13.Okt.2014 | 10:00 Uhr

Schenefeld | Figur, Gruppe, Kubus und Raum – Schlüsselbegriffe zum Werk von Hans-Joachim Müller. Skulpturen aus Holz, Stein und Bronze sowie einige Bilder sind seit gestern bis Sonntag, 26. Oktober, im Schenefelder Rathaus zu sehen.„Seine Skulpturen strahlen eine solche Erhabenheit aus“, konstatierte Ingrid Ullrich, Vorsitzende des Kunstkreis Schenefeld, der die Ausstellung organisierte. Bei den gezeigten Arbeiten handelt es sich um in den vergangenen zehn Jahren entstandene Skulpturen und Bilder.

Ästhetische längliche Körper auf schmalen Holzstelen und teilweise afrikanisch anmutende Figuren aus Holz, Marmor und Travertinen-Material: Eigentümlich gefangen wirkt ein von Holzplatten eingerahmter Frauenkörper. Die die Figur einrahmenden Kreuz- und Fenstersymbole auf der Wandarbeit eröffnen einen breiten Spielraum für Interpretationen – und sind mehr als spröde: Sie unterliegen einer starken Typisierung, sind summarisch in der Form, begnügen sich mit einer knappen Andeutung von Geschlecht und Gesicht und verharren ansonsten in der Reglungslosigkeit.

Dem Bildhauer geht es dabei immer darum, den Raum auf facettenreichste Art darzustellen. „Der Raum verändert sich fortwährend, egal in welchem Winkel man steht“, so Müller. Es ist die Mischung aus intellektuellem Denken und handwerklicher Arbeit, die den 62-Jährigen bei seinem Schaffensprozess motivieren.

Für den öffentlichen Raum hat Hans-Joachim Müller diverse Kreisverkehrsskulpturen angefertigt. Einige davon befinden sich in Bremen und Verden. Der Nordertorkreisel in Verden enthält arrative Elemente wie Dom, Häuser und Passanten. Doch nicht nur in Europa, sondern auch international – wie beispielsweise im Krisengebiet Syrien – sind Müllers Kunstwerke zu bewundern.

Während der Vernissage, die von Geigerin Vyara Mladenova und der Saxophonist Gilles Agnamana musikalisch untermalt wurde, erinnerte die Kunstkreisvorsitzende in ihrer Rede an das im Oktober verstorbene Kunstkreismitglied Kurt Gerntke. „Er war eine Institution und hat 27 Jahre lang den Kunstkreis geleitet.“ Sie habe den Träger der Bundesverdienstmedaille als „toleranten, weltoffenen Menschenfreund schätzen gelernt“, so Ullrich. Mit Spürsinn für künstlerische Qualität habe er es geschafft, die Werke namhafter Künstler nach Schenefeld zu holen.

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