Schenefeld : Sie wollen ran an die Jugend

Jugendbeteiligung verleiht Flügel: Mit zwei Werbespots fordern Tom-Niklas Heibeck (von links), Alexander Hoffmann, Alica Levenhagen und Lea Gossler die Schenefelder auf, sich für ihre Interessen  einzusetzen.
Jugendbeteiligung verleiht Flügel: Mit zwei Werbespots fordern Tom-Niklas Heibeck (von links), Alexander Hoffmann, Alica Levenhagen und Lea Gossler die Schenefelder auf, sich für ihre Interessen einzusetzen.

Der Kinder- und Jugendbeirat Schenefeld plant virtuelles Jugendcafé. Zwei Werbespots fordern junge Leute zu mehr Beteiligung auf

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16. Dezember 2014, 12:00 Uhr

Schenefeld | Der Kinder- und Jugendbeirat tagt regelmäßig im Rathaus – und zwar öffentlich. Doch hier verirrt sich kein Jugendlicher hin. Besucher, die ihre Wünsche oder Ideen vortragen, die um Unterstützung bei der Realisierung eines Projekts bitten? Fehlanzeige. „Dabei wissen wir ganz genau, dass die Jugendlichen etwas wollen. Sie klemmen sich nur nicht dahinter“, sagt Tom-Niklas Heibeck vom Jugendbeirat. Er und seine Kollegen wollen ran an die Jugendlichen, mehr Jugendbeteiligung in der Stadt erreichen, ihre Kollegen dafür begeistern, sich für die eigenen Belange einzusetzen.

Die Idee: ein virtuelles Jugendcafé ins Leben zu rufen. Heibeck und seine Kollegen wollen die Jugendlichen da abholen, wo sie täglich sind. Auf der neuen Plattform soll es in einem Forum die Möglichkeit geben, sich auszutauschen, zu diskutieren, sich zu informieren, Ideen zu entwickeln – und diese dann auch an den Kinder- und Jugendbeirat heranzutragen. Vereine und Verbände sollen die Plattform nutzen, sich dort präsentieren.

Im kommenden Jahr soll das Konzept erarbeitet werden. „Wir haben bereits Kontakt zu einem Webdesigner“, sagt Alexander Hoffmann. Für den Aufbau des virtuellen Internetcafés liegen die Kosten bei zirka 2000 Euro. Die Projektleitung übernimmt Alica Levenhagen vom Verein Jugend ohne Grenzen und Juks-Mitarbeiterin.

Hoffmann weiß aus eigener Erfahrung was Jugendliche in ihrer Stadt erreichen können, wenn sie sich engagieren. Er gehört zu den Skater-Jungs, die ihren Traum von Skaterpark in der Politik durchsetzen konnten. 30  000 Euro wurden in den Park investiert. Vor der Politik müsse niemand Angst haben, betont der Jugendbeirat. Sich einmischen, mitmachen: Der Beirat hat in Kooperation mit dem Medienpädagogen Jörn Glagow zwei professionelle Werbespots gedreht. Die klare Botschaft: Wer etwas erreichen will, muss etwas tun. Es lohnt sich.

Die Idee vom virtuellen Jugendcafé hatte Levenhagen schon auf dem Bürgerkongress der Stadt im November als Workshop-Thema eingebracht. „Wir können uns auch vorstellen, einen Jugendkongress in Schenefeld zu organisieren“, sagt Heibeck. Klares Ziel der Jugendvertretung: über die eigenen Stadtgrenzen hinauszuschauen. „Wir wollen größer denken, uns mit anderen vernetzen, um noch mehr Jugendliche zu erreichen“, betont Hoffmann.

Die beiden vom Kinder- und Jugendbeirat gedrehten Werbespots wurden vor 40 Gästen im Juks gezeigt. Das Filmprojekt  wurde  unter anderem  vom Verein „Glücksgriff“  finanziell  unterstützt. Die beiden Filme können auf Youtube angeschaut  werden. Einfach nach „Schenefeld für mehr Jugendbeteiligung“ suchen.
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