Schenefeld : Sicher auf dem Schulweg

Verkehrsnachmittag: Die Stadt  bietet seit Jahren ein Training für Kita- und Grundschulkinder an.
Verkehrsnachmittag: Die Stadt bietet seit Jahren ein Training für Kita- und Grundschulkinder an.

Von der Kita bis zur achten Klasse: Schenefelds Grüne plädieren für ein neues dreistufiges Verkehrserziehungskonzept.

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26. November 2013, 12:00 Uhr

Die Infrastruktur für Radfahrer – wahrlich kein Aushängeschild in Schenefeld. Da sind sich nahezu alle Parteien einig. Die Grünen gehen beim Thema Radverkehr jetzt in die Offensive und setzen bei der Verkehrserziehung den ersten Hebel an. Sie plädieren für ein Verkehrserziehungskonzept, das bereits in den Kindergärten beginnt und die Jungen und Mädchen über die Grundschulen bis zur achten Klasse in den weiterführenden Schulen begleitet. Ein entsprechender Antrag wird im Schulausschuss vorgelegt. Die Kosten soll die Stadt ermitteln.

„Das Fahrrad ist und bleibt das wichtigste Verkehrsmittel für die autonome Fortbewegung von Kindern und Schülern. Damit der Schulweg nicht zum Sicherheitsrisiko wird, ist die Beherrschung verkehrsgerechten Verhaltens im Straßenverkehr ebenso zwingend wie die Verkehrstauglichkeit des Fahrrads selbst“, betont Grünen-Ratsfrau Dr. Katrin Pelka.

Den Grünen ist aufgefallen, dass Eltern mit ihren Kindern häufig auf der falschen Straßenseite fahren. Oft seien die Eltern mit ihren Kindern bei einsetzender Dunkelheit ohne Beleuchtung und Sicherheitsbekleidung unterwegs. Ein hoher Anteil der Schüler benutze für den Schulweg – teils in Gruppen – mit dem Rad die falsche Straßenseite und setze sich dadurch einem größeren Gefahr aus. Und auch den Klassiker thematisieren die Grünen. Eltern als Sicherheitsrisiko, die auf den letzten Drücker zur Kita und zur Schule fahren und dabei die Geschwindigkeitsbegrenzungen missachten. „Die Verkehrserziehung soll altersgerecht in drei Stufen erfolgen“, betont Pelka.

Stufe 1: Im Kindergarten soll den Eltern vermittelt werden, worauf sie bei der Verkehrserziehung ihrer Kinder achten müssen.

Stufe 2: In der Grundschule soll das sichere und autonome Verhalten im Straßenverkehr trainiert werden. Dem verkehrssicheren Rad kommt eine große Bedeutung zu.

Stufe 3: In den weiterführenden Schulen steht die eigene Verantwortung der Fünft- bis Achtklässler für ein verkehrssicheres Verhalten im Mittelpunkt.

„Die überwiegende Zahl der Schüler bewegt sich mit dem Fahrrad zur Schule. Schulwegsicherheit ist somit von ganz wesentlicher Bedeutung bei jeder Veränderung für den Radverkehr“, begründet Grünen-Fraktionschef Mathias Schmitz den Verkehrssicherheits-Vorstoß seiner Partei.

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