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Schenefelder Tageblatt

27. Mai 2017 | 12:02 Uhr

See-Anwohner fordern Lärmschutz

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Einwohnerfragestunde Schenefelder Interessensgemeinschaft wollen im Zuge der LSE-Sanierung bessere Schutzmaßnahmen

Der Landesbetrieb Verkehr Schleswig-Holstein plant die Landesstraße Schenefeld Elmshorn (LSE) ab 2018/2019 von Grund auf zu erneuern. Ein erstes Teilstück wird bereits jetzt saniert. Wie berichtet, rollen seit dem 2. Mai die Bagger zwischen der Luninez-Brücke und der Anschlussstelle L  104. Der innerörtliche Teil in Richtung Hamburg soll erst später erfolgen, wenn die Planungen für den Stadtkern weiter fortgeschritten sind. Dann wird auch der Bereich rund um den Parksee betroffen sein. Die Bauarbeiten sehen die Bewohner als Chance, einen langersehnten Lärmschutz zu verwirklichen.

Zwei Anwohner waren stellvertretend für die Interesengemeinschaft Parksee am Donnerstag im Rathaus, um dem Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt ihr Anliegen vorzutragen. Klaus und Ingrid Drobe leben seit 52 Jahren an dem See. „Wir halten es unbedingt für erforderlich, noch vor Beginn der Bauarbeiten in der ersten Bauphase statt des vorhandenen Knicks zwischen Radweg und Wanderweg mit der Böschung zum See eine Lärmschutzwand zu errichten“, erläuterte Klaus Drobe während der Einwohnerfragestunde. „Unser Wunsch besteht schon lange, konnte aber aus Kostengründen nicht früher verwirklicht werden“, führte der 86-Jährige aus. Die IG vermute, dass außer dem Baulärm mit dem Asphalt-Feinstaub auch durch die zeitweisen Absperrungen der vier Spuren zusätzlicher Verkehrslärm aufkommt. „Wir wollen nicht nur die 48 Familien schützen, die unmittelbar neben der LSE wohnen, sondern wollen auch Schenefeld das Biotop erhalten, mit den unter Naturschutz stehenden Eisvögeln, Fischreihern, Haubentauchern und Wasserhühnern“, so Drobe. Die Stadt Schenefeld habe deshalb seiner Zeit den Südhang des Sees aus Naturschutzgründen dem Forst Rantzau übertragen. „Dieses für Schenefeld einmalige Biotop möchten wir hegen und pflegen und für die Nachwelt erhalten“, sagte der Anwohner. Zuletzt appellierte er an die Politik und die Stadtverwaltung, das Anliegen bei der zuständigen Baubehörde in Itzehoe vortragen.

Stadtplaner Ulf Dallmann sagte: „Wir werden es versuchen und schauen, was möglich ist“. Dallmann hatte aber Bedenken, dass die Errichtung einer Lärmschutzwand noch vor der Sanierung möglich ist. Der Ausschussvorsitzende Mathias Schmitz (Grüne) zeigte Verständnis für das Anliegen der Anwohner. Normalerweise käme eine Lärmschutzwand innerorts nicht in Frage. In diesem speziellen Fall gebe es aber besondere Gegebenheiten. Der Lärm werde durch das Wasser reflektiert. Zudem befinde sich die Siedlung unterhalb des Straßenniveaus. Auch dadurch sei es lauter.

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erstellt am 13.Mai.2017 | 16:38 Uhr

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