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Gymnasium Schenefeld : Schulleiter: Nachfolge gescheitert

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Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Der Wahlausschuss lehnt den einzigen Bewerber ab.

shz.de von
erstellt am 18.Dez.2015 | 18:14 Uhr

Schenefeld | Ruhe reinbringen. Kontinuität schaffen. Einen Neuanfang starten. Das alles war mit einer wichtigen Personalie verbunden: Der Stelle des neuen Schulleiters am Gymnasium Schenefeld. Doch es wird vorerst keinen Nachfolger von Rolf Schell geben. Der Schulleiterwahlausschuss hat den Bewerber aus Hamburg nach Informationen unserer Zeitung abgelehnt.

Donnerstagabend, Rathaus Schenefeld: Zehn Politiker als Vertreter des Schulträgers, fünf Lehrer, drei Eltern- und zwei Schülervertreter entscheiden über den künftigen Chef am Gymnasium. Eine Auswahl haben sie nicht. Es gab nur einen Kandidaten, der sich den Fragen des Gremiums stellte. Er fiel am Ende durch, erreichte bei der Abstimmung nicht die nötigen elf Ja-Stimmen, um in Schenefeld als Direktor anfangen zu können. Ein zweiter Kandidat hatte schon vor der entscheidenden Sitzung des Schulleiterwahlausschusses seine Bewerbung zurückgezogen.

Wie geht es am Gymnasium Schenefeld nun weiter? Es wird wohl eine zweite Bewerbungsrunde geben. Die Stelle wird dann erneut ausgeschrieben. Das Verfahren würde mehrere Monate in Anspruch nehmen. Wahrscheinlich würde ein neuer Schulleiter dann erst zum Sommer 2016 ans Gymnasium kommen. Aber: Das Bildungsministerium in Kiel kann die Schenefelder Entscheidung auch korrigieren, den durchgefallenen Kandidaten auch als Direktor einsetzen – gegen den Willen der Stadt. Kiel hatte ihn schließlich als geeignet eingestuft.

Seit Juni 2015 wird die Schule – sie wird zurzeit von 816 Jungen und Mädchen besucht – durch Hartmut Appel kommissarisch geleitet. Er ist im „Erstjob“ Direktor am Detlefsengymnasium in Glückstadt. Sein „Zweitjob“ ist die Leitung des Gymnasiums in Schenefeld – an drei Tagen die Woche. Diese Übergangslösung könnte fortgeführt werden, bis ein neuer Leiter gefunden wurde.

Das Personalchaos am Gymnasium: Appel ist der dritte Direktor in drei Jahren. Schell hatte die Schule im Juni 2013 übernommen. Der Paukenschlag folgte im Mai 2015. Das Kieler Bildungsministerium sprach Schell während der Probezeit die Eignung als Schulleiter ab. Der 60-Jährige musste das Gymnasium verlassen. Zuvor hatte es massive Proteste von Eltern über die Stundenplangestaltung und den Unterrichtsausfall gegeben. Zudem gab es monatelange Querelen innerhalb des Schulleitungsteams. Der Ruf der Schule war aus Sicht des Schulelternbeirats beschädigt worden.

Das Gymnasium kennt auch andere Zeiten: Horst Meyer war im Juni 2012 in den vorzeitigen Ruhestand verabschiedet worden – nach 16 Jahren als Schulleiter am Gymnasium Schenefeld.

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