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Schenefelder Tageblatt

13. Dezember 2017 | 00:55 Uhr

Schulden: Berater vor dem Kollaps

vom

shz.de von
erstellt am 14.Mai.2013 | 01:14 Uhr

Kreis Pinneberg | Die Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatung im Kreis Pinneberg schlägt Alarm: Abermals ist die Zahl der Intensivberatungen gestiegen. Laut Michael Danker, Leiter der von der Arbeiterwohlfahrt (Awo) betriebenen Beratungsstellen im Kreis, hatte es sein Team im Vorjahr mit 1668 sogenannten Intensivberatungsfällen zu tun. 438-mal - so geht aus dem Jahresbericht hervor, der in der kommenden Woche der Öffentlichkeit vorgestellt wird - handelte es sich dabei um Insolvenzberatungen. Die Awo verzeichnete einen Anstieg von sechs Prozent.

Die Zahl der Beratungen ist nur die Spitze des Eisbergs. Wer Schulden hat und Hilfe benötigt, muss sich auf Wartezeiten einstellen. In den vier Büros der Beratungsstelle klingeln mehr als 100-mal am Tag die Telefone. "Die Beratungsbüros werden nahezu überrannt, die Sprechzeiten sind permanent ausgebucht", heißt es in dem Bericht. Wer heute um Unterstützung bittet, erhält erst für Herbst einen Termin. Ein Großteil der Klienten erhält nur eine kurze telefonische Beratung oder Tipps per E-Mail. 3336 solcher "Basisberatungen" hat die Awo im Vorjahr registriert.

Danker geht davon aus, dass noch weit mehr Menschen im Kreis überschuldet sind. Nur zehn Prozent der Hilfsbedürftigen fände den Weg zu den Beratern.

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