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Schenefelder Tageblatt

23. Oktober 2017 | 16:07 Uhr

Schenefeld : Schülerhilfe im Container

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Kostenloser Nachhilfeunterricht an der Gemeinschaftsschule - Kein Kind soll die Einrichtung ohne Abschluss verlassen.

shz.de von
erstellt am 15.Jan.2014 | 12:00 Uhr

Mathe, Englisch, Deutsch: Das Fach spielt keine Rolle. Das Alter auch nicht. Wer in den roten Container auf dem Gelände der Gemeinschaftsschule kommt, dem wird geholfen. Maximal dreimal in der Woche. „Bildung gegen Kriminalität“ heißt das Projekt, das die AG Umfeldverbesserung des Kriminalpräventiven Rats 2008 initiiert hat. Für die Fünft- bis Zehntklässler der Schule ist das Angebot kostenlos. Die Stadt bezahlt die Nachhilfe, investiert zirka 7000 Euro pro Jahr.

„Drei bis zehn Schüler nutzen das Angebot pro Tag“, sagt Kimberley Lewerentz. Die 19 Jahre alte Gymnasiastin ist eine von sechs „Nachhilfe-Lehrern“. Mit Damla Günes (23) arbeitet auch eine Studentin in dem Container-Team mit. Hilfe bei den Hausaufgaben. Referate erstellen. Auf Prüfungen vorbereiten. Das Angebot ist groß, das Helferteam flexibel. „Das funktioniert sehr gut“, sagt Moritz Gadow. Der 18-Jährige besucht ebenfalls das benachbarte Gymnasium.

Das Projekt hat sich bewährt. „Es kommen vor allem Kinder, die erkannt haben, was für eine Chance sich ihnen bietet“, betont Stefanie Wahl. Sie ist Lehrerin an der Gemeinschaftsschule, arbeitet in der AG mit. Das Ziel ist auch an dieser Schule klar definiert. Kein Kind soll die Einrichtung ohne Abschluss verlassen. Das Nachhilfe-Projekt ist ein Baustein.

Bildung und Kriminalität: „Da gibt es einen Zusammenhang“, sagt AG-Mitglied Jörg Wilke, der im JUKS arbeitet. Er verweist auf eine Bertelsmann-Studie aus dem Jahr 2010. Danach führt mehr Bildung zu weniger Gewalt und zu weniger Kriminalität. Darauf setzt die AG. Multi-Kulti ist im Helfer-Team Trumpf. Günes’ Eltern kommen aus der Türkei, die von Carin Ciornii aus Mazedonien. Als das Projekt startete, wiesen sogar alle Helfer einen Migrationshintergrund auf. Unterrichtet wird dienstags, mittwochs und donnerstags von 15.30 bis 17.30 Uhr. Wer Hilfe braucht, geht einfach in den roten Container.

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