Schenefeld : Schüler arbeiten an Traumschule

Wenn es um ihr Gymnasium geht, reden die  Schüler ein gewichtiges Wort  mit.
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Wenn es um ihr Gymnasium geht, reden die Schüler ein gewichtiges Wort mit.

Jugend ohne Grenzen: Verein organisiert Workshop am Gymnasium. Schule zwischen Wunsch und Wirklichkeit.

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20. Juni 2014, 10:00 Uhr

Schenefeld | Am Ende waren die Unterschiede zwischen den Fünftklässlern und den Zwölftklässlern gar nicht so groß. Wenn es um das Gymnasium als Traumschule geht, dann stehen folgende Wünsche ganz oben auf der Prioritätenliste: den Zustand der Toiletten verbessern. Das Handy-Verbot in den Pausen aufheben. W-Lan in der ganzen Schule. Verstärkter Einsatz von modernen Medien wie Smartboards, I-Pads und Laptops. Eine Verbesserung des Pausenhofes – und eine richtige Mensa.

Es soll nicht beim „Wünsch’ dir was“ bleiben: Im zweiten Schritt soll auch an der Realisierung, also konkret an der Traumschule gearbeitet werden. So sieht es das Konzept des Beteiligungsmobils vor, das am Schenefelder Gymnasium für einen Vormittag Station gemacht hat. Alica Levenhagen vom Juks hat das Beteiligungsmobil vom Verein „Jugend ohne Grenzen“ nach Schenefeld geholt. Es tourt in den kommenden Wochen durch die Bundesrepublik. „Die Schüler sollen Mut fassen, ihre Stimme zu erheben. Sie sollen erleben, dass man etwas erreichen kann, wenn man sich für eine Sache einsetzt“, sagt Levenhagen, die selbst Mitglied im Verein „Jugend ohne Grenzen“ ist, und an dem Konzept des Beteiligungsmobils mitgearbeitet hat. Am Schenefelder Gymnasium beteiligten sich fast 700 Schüler an dem Workshop, der unter dem Motto „Traumschule“ stand.

In Gruppen diskutierten die Jungen und Mädchen über ihre Schule, schrieben anschließend ihre Wünsche auf große Papierrollen. Stefan Voigt vom Beteiligungsmobil war mit sechs Kollegen vor Ort, um die Schüler zu unterstützen. „Wir möchten die Jugendlichen motivieren, sich ehrenamtlich zu engagieren. Wir helfen ihnen, Ansprechpartner zu finden und Zuschüsse für Projekte einzuwerben“, sagt Voigt. Levenhagen ist es wichtig, dass die Kinder und Jugendlichen nicht abseits stehen. „Sie sollen mitmachen, die Gesellschaft mit gestalten.“

Ob aus den Schülerträumen etwas wird? Der Kinder- und Jugendbeirat wird die aufgestellte Prioritätenliste mit in den Schulausschuss nehmen. Dort wird entschieden. Die Schülervertretung wird die Prioritätenliste mit zu Schulleiter Rolf Schell nehmen. Auch dort wird entschieden.

Levenhagen ist mit dem Ablauf des Workshop mehr als zufrieden. Sie kann sich gut vorstellen, dass das Beteiligungsmobil bald ans Schenefelder Schulzentrum zurückkehrt – und dann an der benachbarten Gemeinschaftsschule Station macht.

Der Verein „Jugend ohne Grenzen“ möchte Jugendliche an die ehrenamtliche Jugendarbeit in Vereinen und Verbänden eranführen. Er versteht sich als Dienstleister für das Ehrenamt. Er möchte den Erfahrungsaustausch zwischen den Menschen auf regionaler, bundesweiter und internationaler Ebene fördern und die Kompetenzen weiter ausbauen. www.jugend-ohne-grenzen.net
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