Projekt „Total Sozial“ : Schenfelder Jugendliche verschenken ihre Zeit an Senioren

Organisatoren, Teilnehmer und Bewohner des Schenefelder Pflegeheims feierten den Abschluss des Besuchsprojekts.
Organisatoren, Teilnehmer und Bewohner des Schenefelder Pflegeheims feierten den Abschluss des Besuchsprojekts.

21 Schüler der Gemeinschaftsschule besuchen regelmäßig Bewohner der Seniorenresidenz Rüpcke.

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23. März 2018, 14:00 Uhr

Schenfeld | Wer die Geehrten an diesem Morgen entdecken wollte, musste schon ganz genau hinsehen. Denn die Schüler der Gemeinschaftsschule in Schenefeld hatten sich unter die Bewohner der Seniorenresidenz Rüpcke gemischt und hielten ein Pläuschchen bevor es losging. Berührungsängste? Fehlanzeige. In gemütlicher Runde saß die ältere und die junge Generation zusammen, gespannt darauf, was die Redner zu sagen hatten. Die Jugendlichen haben an dem Projekt „Total Sozial“ teilgenommen und den Senioren regelmäßig einen Besuch abgestattet. Nun bedankte sich Bürgermeisterin Christiane Küchenhof (SPD) mit Urkunden, Rosen und Schokolade bei den 21 Jugendlichen. Nur wer regelmäßig teilgenommen hatte, bekam das Dokument ausgehändigt. Zu den Gratulanten gehörten auch Juks-Chef Jörg Wilke, Schulpsychologin Maja von Lehe und Dirk Ziegenhagen, Leiter der Gemeinschaftsschule.

Die Rathaus-Chefin ist auch Vorsitzende des Kriminalpräventiven Rates der Stadt Schenefeld, dessen Arbeitsgruppe Umfeldverbesserung das Projekt vor sechs Jahren ins Leben gerufen hat. Einmal pro Woche besuchten die Schüler die Bewohner der Seniorenresidenz. Dann standen unter anderem Vorlesen, Gesellschaftsspiele, Spazierengehen, Singen oder einfach Gesellschaft auf dem Plan. Über die Wochen entwickelte sich ein Vertrauensverhältnis. „Viele gehen auch auf die Zimmer, wenn die Besucher nicht mobil sind“, sagte Margret Matzen, Leiterin der Einrichtung. Die Senioren seien froh über die Abwechslung. Das bestätigte eine Bewohnerin, die sich während der Verleihung zu Wort meldete. „Wir freuen uns immer, wenn die jungen Menschen zu uns kommen. Das ist eine echte Bereicherung“, sagte Linda Müller. Dass sich so viele junge Menschen engagieren, sei mit Geld gar nicht zu bezahlen, fügte Bewohnerin Helga Wulf an.

Das Engagement lohne sich jedoch auch für die Schüler, betonte Küchenhof. „Viele Arbeitgeber achten heute darauf. Dazu zähle ich auch“, sagte sie. Die Rathaus-Chefin bedankte sich bei den Jugendlichen für ihren großartigen Einsatz. „Das ist nicht nur total sozial, sondern auch total toll“, brachte Küchenhof es auf den Punkt.

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