Schenefelds Wahlkampf an der Laterne

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08. Mai 2013, 01:14 Uhr

Schenefeld/Pinneberg | Längst werden Wahlkämpfe auch im Internet und in sozialen Netzwerken wie Facebook geführt. Doch das gute alte Wahlplakat hat noch nicht ausgedient. In Schenefeld tobt der Wahlkampf vor allem am Laternenmast. Kaum eine Straßenlampe bleibt von Wahlwerbung verschont. In der Materialschlacht liegt die Schenefelder FDP ganz weit vorn. Fast 200 Plakate wurden im Stadtgebiet aufgehängt. Die beiden Großen, SPD und CDU, gehen dagegen neue Wege, plakatieren nur ganz sparsam. Die Anzahl der Wahlplakate kann die Stadt nicht regulieren. Die Parteien dürfen selbst entscheiden, wie viele Plakate sie aufhängen - und auch wo. Bäume und Verkehrsschilder sind in Schenefeld allerdings tabu.

In Pinneberg haben Wahlplakate der Bürgerinitiative Bieneh jetzt für einen Eklat gesorgt. Zu sehen: Gezeichnete Porträts der Ratsherren Dieter Tietz (SPD) und Torsten Hauwetter (CDU). Dazu Sprechblasen mit Zitaten, in denen die Politiker den Pinnebergern einen negativen Umgang mit der eigenen Stadt unterstellen. Die Botschaft der Bieneh: Wählt nicht CDU und SPD, sondern Grüne, Bürgernahe oder FDP. Die Reaktion von CDU-Chefin Natalina Boenigk: "Das ist eine grenzwertige Aussage über demokratische Parteien." Herbert Hoffmann (SPD) findet die "Karikaturen" der beiden Ratsherren "widerlich".

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