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Schenefelder Tageblatt

13. Dezember 2017 | 21:52 Uhr

Schenefelds starke SPD-Frauen

vom

shz.de von
erstellt am 28.Mai.2013 | 01:14 Uhr

Schenefeld | Sie hat gleich doppelt gezittert: erst um ihren Einzug in den Rat und dann um ihre SPD, die stärkste Fraktion bleiben wollte. Am Ende eines aufregenden Wahlabends konnte Gudrun Bichowski doppelt strahlen. Ihrer zweiten Amtszeit als Bürgervorsteherin steht nichts mehr im Weg. Die SPD hat das Vorschlagsrecht. Bichowski kann am 20. Juni während der konstituierenden Sitzung der Ratsversammlung vereidigt werden. "Ich stehe noch einmal für dieses Amt zur Verfügung", sagte die 60-Jährige gestern. Sie wolle noch mehr bewirken. Bichowski arbeitet als Einsatzleitung einer Diakoniestation in Hamburg. Im kommenden Jahr geht sie in Ruhestand.

Schenefelds starke SPD-Frauen: Auch bei der Wahl der 1. Stadträtin gibt die SPD den Takt vor. Monika Stehr hatte den Job als Stellvertreterin der Bürgermeisterin zuletzt übernommen. Auch sie konnte ihren Wahlkreis direkt gewinnen.

Der Grünen-Frontmann, Mathias Schmitz, erklärte gestern, dass eine Koalition mit der SPD vorstellbar sei. Es gebe bei wichtigen Themen viele Überschneidungspunkte. Rot-Grün verfügt im neuen Rat über eine Ein-Stimmen-Mehrheit. Die FDP hat es hart getroffen. Sie verliert den Fraktionsstatus. Karin Förster zieht als Einzelkämpferin in den Rat ein.

Der neu gewählte Pinneberger Kreistag steht indes vor großen Herausforderungen. Die Wähler haben dafür gesorgt, dass sich die Parteien mehr untereinander Verständigen müssen als bisher. Es gibt ein Patt zwischen Schwarz-Gelb und Rot-Grün. Die Verteilung: Die CDU erhält 20 Sitze, die SPD 15 Sitze, die Grünen acht Sitze und die FDP drei Sitze. Außerdem erhalten Linke, KWGP und Piraten je einen Sitz. Erstes "Opfer" der ausgeglichenen Machtverhältnisse im Kreistag könnte Kreispräsident Burkhard E. Tiemann (CDU) werden. Zwar haben die Christdemokraten als größte Fraktion das alleinige Vorschlagsrecht, doch das bedeutet noch lange nicht, dass Tiemann auch wiedergewählt wird. Von anderen Parteien gibt es durchaus Kritik am Kreispräsidenten, sie stehen wohl nicht hinter Tiemann.

Nach der Kommunalwahl ist die Diskussion über die Ursachen der seit Jahrzehnten sinkenden Wahlbeteiligung neu entbrannt. Die Abwärtsspirale ist nach Ansicht des SPD-Landesvorsitzenden Ralf Stegner nicht nur auf die Parteien und Wähler, sondern auch auf das Versagen von Medien, Wirtschaft und Wissenschaft zurückzuführen. Die sogenannten Eliten schauten teilweise sehr verächtlich auf die Politik, sagte Stegner gestern. Die Medien werden nach Ansicht Stegners ihrer Verantwortung nicht gerecht. Parteien und Politiker würden negativer beschrieben als sie sind, es gebe einen Hang in der Politikberichterstattung zur Dramatisierung und Boulevar disierung. In manchen Regionen des Landes würden Wahlkampfveranstaltungen nicht einmal angekündigt, geschweige denn über sie berichtet. Dabei sei Parteienstreit und Meinungswettbewerb Ausdruck von Demokratie. Seiten 3, 9, 10, 11

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