zur Navigation springen
Schenefelder Tageblatt

19. November 2017 | 02:24 Uhr

Standortfrage : Schenefelds letztes Kita-Aufgebot

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Es gibt Bedarf für eine zusätzliche Einrichtung mit vier Gruppen. Elf Standorte sind in der Diskussion. Jedoch gibt es kaum noch geeignete Flächen. Eine Option ist eine Wald-Kita.

shz.de von
erstellt am 16.Apr.2014 | 12:00 Uhr

Schenefeld | Kein Denkverbot. Kein Schönheitspreis. Kein Wunschkonzert. Schenefeld bastelt an seiner Kita-Zukunft. Eine neue Einrichtung soll her, die 2015 erstmals ihre Türen öffnet. Der Bedarf ist da. Für das kommende Kita-Jahr fehlen im Elementarbereich 30 Plätze. „Wir brauchen noch Plätze, unabhängig davon, was mit dem Waldorf-Kindergarten passiert“, stellte Schenefelds Sozialamtschef Axel Hedergott klar. Betreuungsplätze: Die Verantwortlichen im Rathaus gehen von einer weiter steigenden Nachfrage aus.

Ein neuer Kindergarten: Da ist Kreativität gefragt. Denn es gibt kaum noch geeignete Flächen in der Stadt, geschweige denn im Besitz der Stadt. Das wurde deutlich, als Bauamtschef Günther Leimert die möglichen Standorte aufzeigte, an denen eine Kita realisiert werden könnte. Die Vorgabe: vier Gruppen. Eine Geschossfläche von zirka 600 Quadratmetern, eine Grundstücksfläche von 1500 Quadratmetern. Elf Standorte: „Knaller waren nicht dabei“, sagte die SPD-Abgeordnete Monika Stehr.

Im Elementarbereich stehen 286 Plätze zur Verfügung. Im Hort sind es 129. Um den künftigen Bedarf abzufragen wurden 900 Eltern angeschrieben. Pro Jahr werden in Schenefeld zurzeit zwischen 160 und 170 Kinder geboren.

Das sind die möglichen Standorte für den neuen Kindergarten

kita_standorte
1 Wiesengrund

Ein städtisches Grundstück im Wohngebiet. 1800 Quadratmeter groß. Nicht ideal. Erschließung müsste über verkehrsberuhigten Bereich erfolgen. Und: Das Grundstück ist hochwertig. Die Stadt könnte es für zirka 500.000 Euro verkaufen.

2 Friedrich-Ebert-Allee

Gehört der Stadt. 1200 Quadratmeter groß. Die Lage spricht gegen eine Kita. Es liegt direkt an der Fünf-Finger-Kreuzung, einem der Verkehrsknoten in Schenefeld. „Das wäre Deutschlands erste Drive-Inn-Kita“, brachte es Hedergott auf den Punkt.

3 „Stadtzentrum“ I

Die Stadt könnte eine Fläche (698 Quadratmeter) im zweiten Obergeschoss des Neubaus anmieten. Da es kein Außengelände gibt, sind nur Krippen-Plätze denkbar. In der Vergangenheit gab es bereits Bestrebungen, die Stadtbücherei dort unterzubringen.

4 Osterbrooksweg

Die Fläche befindet sich in Privatbesitz, steht zum Verkauf. Der geforderte Preis ist laut Leimert für die Stadt nicht akzeptabel.

5 Mühlendamm

Das 5500 Quadratmeter große Grundstück ist als Bauland ausgewiesen. Es befindet sich in Privatbesitz. Laut Leimert könnten Teilflächen genutzt werden. „Ein Tausch mit der städtischen Fläche am Wiesengrund wäre denkbar.“

6 „Stadtzentrum“ II

Auch auf dem Altmann-Gelände am Kiebitzweg könnte eine Kita entstehen. Allerdings sollen auf der Privatfläche nach jetzigem Planungsstand ein Dienstleistungsgebäude und Wohnungen entstehen. Eine zeitnahe Umsetzung ist unmöglich.

7 Heisterweg

Das alte Postgebäude. Hat die Stadt gekauft. Wäre verfügbar. Zweigeschossige Kita ist möglich. Allerdings spielt das Grundstück eine wichtige Rolle bei der Stadtkern-Süd-Planung.

8 Hauptstraße

Ein städtisches Grundstück, 490 Quadratmeter groß. Bebaut. Gebäude ist vermietet – und baulich in keinem guten Zustand.

9 Gremsbargen

Das Grundstück ist 6600 Quadratmeter groß und mit einem Einfamilienhaus bebaut, das nicht bewohnt und sanierungsbedürftig ist. Hier könnte ein Wald-Kindergarten entstehen. Die Fläche liegt im Landschaftsschutzgebiet und ist als Wald ausgewiesen.

10 Juks am Osterbrooksweg

Die SPD macht sich dafür stark, die Wiese hinterm JUKS mit in die Überlegungen aufzunehmen. Sie wurde von der Stadt noch nicht geprüft.

11 Blankeneser Chaussee

Die Grünen wollen über den hinteren Bereich der ehemaligen Lebenshilfe-Gärtnerei reden.

 
Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen