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Schenefelder Tageblatt

24. Oktober 2017 | 02:47 Uhr

Nahverkehr : Schenefelds Kampf um die Schiene

vom
Aus der Redaktion des Schenefelder Tageblatts

Eine Verkehrsinitiative unterstützt die Anbindung an Schenefeld. Die Grünen wollen, dass sich auch die Stadt in den Planungsprozess einbringt.

shz.de von
erstellt am 05.Mai.2014 | 11:45 Uhr

Schenefeld | Eine Schienenanbindung an den Hamburger Westen: Die Grünen machen sich dafür stark, dass sich die Stadt aktiv am Planungsprozess beteiligt. Ein entsprechender Antrag liegt der Ratsversammlung für die Sitzung am 8. Mai vor. Ziel: Schenefeld soll an das Schienennetz angebunden werden.

Denn als die Hamburger Hochbahn im April eine neue U-Bahn-Line vorstellte, die Bramfeld im Osten mit der Innenstadt und mit dem Hamburger Westen in Lurup und Osdorf verbinden soll, guckte Schenefeld in die Röhre. In den Plänen des Hamburger Senats ist eine Anbindung Schenefelds nicht vorgesehen. Allerdings weist Grünen-Fraktionschef Mathias Schmitz darauf hin, dass Hochbahn-Chef Günter Elste auf eine Einbeziehung Schenefelds „in einem späteren Planungsstadium“ hingewiesen hat.

Schmitz betont, dass die Interessen der Stadt Schenefeld an eine Anbindung an das Hamburger Schienennetz nur dann Aussicht auf Erfolg haben, wenn sie „bereits im Vorstadium konkreter Planungen nachdrücklich und kontinuierlich bei den relevanten Planungsgremien Hamburgs zum Ausdruck gebracht werden“. Dabei sollten auch die Entscheidungsträger des Landes Schleswig-Holstein miteinbezogen werden.

Unterstützung für die Schenefelder Schienen-Begehrlichkeiten kommt von der Verkehrsinitiative „Starten: Bahn West!“. In ihr haben sich die Borner Runde, die Luruper Verkehrs-AG, die Bürgerinitiative Volkspark und der Schenefelder Arbeitskreis Verkehrsplanung zusammengeschlossen. „Der Schienenanschluss des Hamburger Westens sollte von vorneherein überregional geplant werden. Das an drei Seiten von Hamburg um-schlossene Schenefelder Stadtgebiet muss mit einbezogen werden“, betont Sprecher Jürgen Beeck. Dadurch könne die insgesamt in diesem Raum zu erwartende Fahrgastnachfrage auf ein wirtschaftlich tragfähiges Niveau gehoben und die ver-kehrspolitische Option hinsichtlich Stauvermeidung durch großräumigen Umstieg auf den Nahverkehr eröffnet werden.

Schmitz hat vor allem Schenefelds Einwohnerzahl im Blick, die sich in den kommenden Jahren im Bereich der 20.000er-Marke bewegen werde. „Als 1955 die Straßenbahn nach Lurup und Schenefeld kam, hatte Schenefeld 6800 Einwohner“, sagt der Grünen-Fraktionschef.

Eine Schienenanbindung bis nach Schenefeld: Die Hamburger Christdemokraten haben in ihrem Stadtbahnkonzept die kleine Nachbarstadt nicht vergessen. Schenefeld soll zumindest bis zum Schenefelder Platz in das Netz integriert werden.

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