Schenefelds DRK fürchtet um seine Zukunft

<strong>Ortsvereins-Vorsitzender Wolfgang Warias </strong>(von links) und  die  DRK-Mitglieder Jörn Cramer, Klaus Noah, Hartmut Liedtke und  Georg Martinsteg    suchen nach neuen Konzepten,  um   Nachwuchs für das Rote Kreuz zu begeistern.  <foto>mae</foto>
Ortsvereins-Vorsitzender Wolfgang Warias (von links) und die DRK-Mitglieder Jörn Cramer, Klaus Noah, Hartmut Liedtke und Georg Martinsteg suchen nach neuen Konzepten, um Nachwuchs für das Rote Kreuz zu begeistern. mae

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31. Mai 2013, 01:14 Uhr

Schenefeld | Ein trauriges Bild bot sich auf der Jahreshauptversammlung des Deutschen Roten Kreuzes (DRK): Mit Hartmut Liedtke war zu der Versammlung in der Begegnungsstätte am Rathaus nur ein einziges Mitglied erschienen - zusätzlich zum dreiköpfigen Vorstand. "So eine kleine Versammlung haben wir zum ersten Mal", stellte Schatzmeister Klaus Noah bekümmert fest. Dabei zählt der Schenefelder Ortsverein nach Angaben des Vorsitzenden Wolfgang Warias rund 150 Mitglieder.

Die Tagesordnung wurde schnell abgearbeitet: Der Vorstand wurde entlastet und Aktivitäten geplant, darunter Blutspendeaktionen in der Feuerwache (nächster Termin: 5. Juli) sowie Hatha-Yoga-Kurse im Gemeindehaus der Stephanskirche.

Das drängendste Thema kam jedoch erst nach dem offiziellen Ende der Versammlung zur Sprache: Dem Ortsverein fehlt die Jugend. "Unsere fördernden Mitglieder sind überaltert", gab Noah zu, "und die Mitglieder werden jedes Jahr weniger". Denn aus den unteren Altersgruppen rückt niemand nach - ein Problem, unter dem viele Vereine leiden.

Um das schleichende Sterben aufzuhalten, überlegt der Schenefelder Ortsverein nun, eine Werbeaktion zu starten. "Das Schönste wäre, wenn man genügend junge Leute fände, um ein Jugend-Rotkreuz aufzumachen", sagte Liedtke. Die kleine Versammlung war sich einig: Das DRK habe Jugendlichen viel zu bieten. Mitglieder lernen Erste-Hilfe-Maßnahmen, können an Ausflügen, Zeltlagern und landesweiten Wettbewerben teilnehmen. Und über allem, sagte Schriftführer Georg Martinsteg, stehe ein hehres Ziel: "die Hilfe am Nächsten."

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