Ausstellung : Schenefelderin Alena Klemp zeigt junge Kunst, die begeistern kann

Die feinen Illustrationen von Alena Klemp sind im Atelier des Kunstkreises Schenefeld im „Stadtzentrum“ zu sehen.
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Die feinen Illustrationen von Alena Klemp sind im Atelier des Kunstkreises Schenefeld im „Stadtzentrum“ zu sehen.

Die Schenefelderin Alena Klemp stellt ihre Werke noch bis zum 9. Juli in der Galerie im „Stadtzentrum“ aus.

shz.de von
07. Juni 2016, 13:00 Uhr

Schenefeld | Fragil gezeichnete Hafenkräne, schmale Laternen und alte Fischerhäuser zieren die Zeichnungen von Alena Klemp. Die Schenefelderin hat bei ihren Streifzügen durch den Hamburger Hafen Details genau beobachtet und in ihren Bildern festgehalten. 40 Acrylmalereien und Tintenzeichnungen der 30-jährigen in Hamburg geborenen Künstlerin sind in einer Ausstellung des Kunstkreises zu bewundern, die jetzt in der Galerie des „Stadtzentrums“ zu sehen ist.

Die Ausstellung im „Stadtzentrum“ am Kiebitzweg ist noch bis Sonnabend, 9. Juli, zu sehen. Die Ausstellung ist donnerstags bis sonnabends von 16 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Die Kunstkreis-Vorsitzende Ursula Wientapper eröffnete die unter dem Motto „Crossover“ stehende Präsentation: „Wir haben uns zur Aufgabe gemacht, junge talentierte Künstler zu fördern“, erläuterte Wientapper. Die Ausstellung zeigt einen Querschnitt des Schaffens der erfolgreichen „Hamburger Deerrn“.

Zahlreiche der ausgestellten Bilder setzen sich thematisch mit Ankunft und Abschied im Hamburger Hafen auseinander. Die Zeichnungen vermitteln sowohl Fernweh-Stimmung von Touristen auf den Landungsbrücken wie auch das pulsierende Leben aus Sicht von Hafenarbeitern und einheimischem Jungs.

Die Zeichnungen tragen bereits eine unverwechselbare Handschrift. So verwundert es nicht, dass die selbstständige Graphikerin diverse Aufträge für kreative Accessoires erhielt. Sie fertigte beispielsweise Seesack-Illustrationen für das Label „Ahoi Marie“. Klemp arbeitet an ihren „Hamburgensien“ seit vier Jahren.

Fantastereien in Aquarell

Doch auch farbenfrohe Fantastereien in Aquarell, scharfkantige Line-Art-Exkurse und zauberhafte Kinderbuchillustrationen gehören zum Spektrum. Die abenteuerlustige Künstlerin verarbeitete ihre Aufenthalte in Baku, Tiflis und Genua in ihren Reiseillustrationen. Das Hafenviertel in Genua hat es ihr besonders angetan. Schließlich finden sich ein Büchlein mit Illustrationen zu skandinavischen Weihnachtsbräuchen und nordischen Postkarten.

Die 30-Jährige absolvierte eine Ausbildung zur Illustratorin. Danach studierte sie Anglistik und Kulturwissenschaften mit dem Abschluss Bachelor of Arts. Sie griff während des Studiums fortwährend zum Pinsel. Auch als Layouterin im Medienbereich sammelt sie zurzeit Erfahrungen. Die Leiterin des Kunsthauses Schenefeld, Marianne Elliott-Schmitz, freute sich, bei der Vernissage eine ehemalige Schülerin wiederzutreffen. Als Kind besuchte Klemp nämlich Malkurse im Keller von Elliott-Schmitz. „Es ist toll, was aus so einem Kellerkind werden kann“, lobte Elliott-Schmitz. Die Künstlerin entstammt einer kreativen musikalischen Familie. Die Eltern boten ihr für ihr künstlerisches Schaffen den erforderlichen Rückhalt.

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